1. Mai 2021 in Berlin

"Revolutionäre 1. Mai-Demonstration" in Berlin geplant

1. Mai: Hunderte Demonstranten trotzen Corona-Beschränkungen

1. Mai: Hunderte Demonstranten trotzen Corona-Beschränkungen

Zum 1. Mai haben sich trotz der Corona-Krise mehr als tausend Anhänger der linken Szene in Berlin versammelt. Innensenator Andreas Geisel (SPD) sprach von "geballter Unvernunft" angesichts der zahlreichen Menschengruppen im Stadtteil Kreuzberg, die den Mindestabstand nicht einhielten.

Beschreibung anzeigen

Der Protestzug soll am Hermannplatz in Neukölln starten und bis zum Oranienplatz in Kreuzberg ziehen.

Berlin. Aktivisten wollen in diesem Jahr wieder mit der "Revolutionären 1. Mai-Demonstration" durch Berlin ziehen. Bei dem Protest gegen den Kapitalismus sei nun auch ein Bündnis migrantischer Gruppen dabei, teilten dessen Organisatoren am Mittwoch mit. Demnach soll die Aktion an dem Feiertag um 17 Uhr am Hermannplatz in Neukölln mit einer Kundgebung starten. Ab 18 Uhr wollten die Demonstranten über Karl-Marx-Straße und Sonnenallee zum Oranienplatz in Kreuzberg ziehen.

Für das Bündnis teilte eine Sprecherin mit, auch Migranten erwirtschafteten den Reichtum Deutschlands. Der 1. Mai solle deshalb auch im Zeichen der Menschen stehen, die ohne Arbeit, Papiere oder Wohnung lebten, unbezahlte Haus- und Pflegearbeit leisteten oder die kriminalisiert würden. Die Demo solle ein Ausdruck der Solidarität sein, hieß es.

1. Mai in Berlin: Gruppen wollen auf Folgen der Corona-Krise aufmerksam machen

Gemeinsam mit anderen Gruppen, die zum Revolutionären 1. Mai aufrufen, solle auf die Folgen der Corona-Krise aufmerksam gemacht werden. "Wir wollen, dass die Reichen für diese Krise die Rechnung präsentiert bekommen", sagte eine der Initiatorinnen.

Im vergangen Jahr war die übliche große linksradikale Demonstration am Abend des 1. Mai wegen der Corona-Pandemie ausgefallen. Stattdessen war zu kleineren Protesten mit Farbbeuteln, Rauchtöpfen, Transparenten und Sprühereien in Kreuzberg aufgerufen worden.

In den Jahren zuvor kam es am 1. Mai vor allem in Kreuzberg immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen gewaltbereiten Linksextremisten und der Polizei. Die Gewalt nahm aber mehr und mehr ab.

( dpa )