Friedrichshain

Route für 1. Mai-Demonstration angekündigt

Die Demonstration zum 1. Mai soll in diesem Jahr nicht durch Kreuzberg, sondern durch Friedrichshain führen.

Der erste Tag im Mai 2018

Zwischen Demo und Party - das war der erste Mai in Berlin.

Der erste Tag im Mai 2018

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Berlin. Die Route ändert sich: Die Organisatoren der traditionellen sogenannten Revolutionären 1. Mai-Demonstration haben am Mittwoch angekündigt, in diesem Jahr nicht durch Kreuzberg, sondern durch Friedrichshain ziehen zu wollen.

Unter dem Motto „Gegen die Stadt der Reichen“ soll der Demonstrationszug ab 18 Uhr vom Wismarplatz über die Grünberger Straße über die Scharnweberstraße und Frankfurter Allee ziehen. Das Ziel heißt: Rigaer Straße. Von dort soll sich der Zug weiter nach Süden über die Warschauer Straße zur Warschauer Brücke bewegen. Die Demonstration sei bisher nicht angemeldet, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch.

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Auch in den Vorjahren verweigerten die Organisatoren der Demonstration die vorgeschriebene Anmeldung, weil sie nicht wie in früheren Jahren mit der Polizei über die Strecke der Demonstration verhandeln wollten.

Aus der Demonstration heraus kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu gewalttätigen Aktionen. Wegen des großen Straßenfestes mit vielen Tausend Berlinern und Gästen sei Kreuzberg für die Demonstration nicht mehr geeignet, hieß es.

Die Route für eine Jugenddemonstration am Nachmittag steht ebenfalls fest: Unter dem Motto „Unser Kiez, nicht ihr Profit!“ wollen die Demonstrierenden vom Schlesischen Tor über die Warschauer Straße, Revaler Straße, Simon-Dach-Straße, Grünberger Straße bis zum Wismarplatz ziehen.

Das „Myfest“ in Kreuzberg, das sich Gewaltlosigkeit auf die Fahnen geschrieben hat, wird es auch in diesem Jahr wieder geben. Gefeiert wird rund um Kottbusser Tor, Heinrichplatz und Oranienstraße. Das Programm startet um 12 Uhr. Anwohner werden auch in diesem Jahr wieder selbst gemachtes Essen anbieten.

Update: In einer früheren Version des Artikels stand, dass die Demonstrationsroute bei der Polizei angemeldet sei. Laut Polizei gebe es allerdings bislang keine Anmeldung.

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