1. Mai in Berlin

Linksradikale Szene diskutiert Verlegung der Demo am 1. Mai

In der linksradikalen Szene gibt es Überlegungen, die Demonstration am 1. Mai von Kreuzberg nach Friedrichshain zu verlegen.

Der erste Tag im Mai 2018

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Berlin. Gut fünf Wochen vor dem 1. Mai gibt es in der linksradikalen Szene Überlegungen, die traditionelle Demonstration von Kreuzberg nach Friedrichshain zu verlegen.

Auf der Internetseite Indymedia betonen verschiedene Autoren, wegen des ausufernden Straßenfestes mit Zehntausenden Partybesuchern sei Kreuzberg für die Demonstration nicht mehr geeignet.

„Deshalb wollen wir dieses Jahr einen Schlusspunkt setzen. Und einen Neuanfang wagen – in Friedrichshain“, schreibt ein anonymer Autor, der sich zu den Organisatoren zählt.

1. Mai in Berlin: „Ballermann-Festival“ und „Suff-Techno-Konsum-Spektakel“

Der Senat habe Kreuzberg am 1. Mai „in ein Ballermann-Festival verwandelt, in dem jede Demonstration im Suff-Techno-Konsum-Spektakel untergeht – oder noch schlimmer, als Teil des besonders coolen Berliner Tourismus-Charmes erscheint“, so die Kritik. Man wolle nicht mehr darauf setzen, „dass sowieso immer tausende Schaulustige einfach mitlaufen, weil sie ohnehin zum Feiern in der Gegend sind.“

Erreicht werden sollten Menschen, die sich gezielt an einer politischen Demonstration beteiligen möchten. „Die bloße Quantität der Teilnahme halten wir nicht für das entscheidende Kriterium.“

Bei der Polizei wurde bislang für den Abend des 1. Mai weder in Kreuzberg noch in Friedrichshain die übliche Demonstration linksextremer Gruppen um 18 Uhr angemeldet.