01.02.13

Steuererklärung 2012

Mit Krankheitskosten die Steuerlast verringern

Ob Rentner wirklich Steuern zahlen müssen, hängt auch davon ab, was sie alles absetzen können.

Auch wenn Senioren eine Steuererklärung machen müssen, bedeutet das nicht automatisch, dass sie auch zahlen müssen. Denn sie können das Finanzamt an den Ausgaben für Versicherungen, Krankheiten, Kuren oder Pflege sowie an den Aufwendungen für eine Haushaltshilfe beteiligen und so ihre Steuerlast verringern.

Werbungskosten

Die Finanzbeamten berücksichtigen automatisch einen Werbungskostenpauschbetrag von 102 Euro. Überschreiten die Aufwendungen, die in Zusammenhang mit Ihren Bezügen entstehen, diesen Betrag, sollten Sie die Ausgaben einzeln auflisten.

Vorsorgeaufwendungen

Ruheständler können das Finanzamt an den Ausgaben für Versicherungen beteiligen. Dazu tragen sie in der "Anlage Vorsorgeaufwand" ihre Aufwendungen für die Basiskranken- und Pflegeversicherung sowie weitere Policen ein. "Senioren sollten alle Versicherungsbeiträge in ihrer Steuererklärung auflisten", rät Wolfgang Wawro vom Steuerberaterverband Berlin-Brandenburg. Denn auch wenn die Finanzbeamten Versicherungsbeiträge nur bis zu 1900 beziehungsweise 2800 Euro akzeptieren, so ergibt sich für Rentner eine Besonderheit: Weil sie bis 2004 deutlich höhere Versicherungskosten steuerlich geltend machen konnten, prüfen die Finanzbeamten bis 2019, ob die neue oder die alte Regelung für die betroffenen Steuerzahler günstiger ist. Nach alter Regelung können Senioren Versicherungsbeiträge bis zu 5068 (Verheiratete 10.136) Euro geltend machen. Der Fiskus akzeptiert davon den Vorsorgehöchstbetrag von 4401 (8802) Euro.

Außergewöhnliche Belastungen

Rentner und Pensionäre können auch Ausgaben für Medikamente oder medizinische Hilfsmittel steuerlich geltend machen. Allerdings müssen Steuerzahler zunächst die zumutbare Belastung aus eigener Tasche bezahlen. Wer einen Angehörigen in der eigenen oder in dessen Wohnung pflegt, kann einen Pflegepauschbetrag von 924 Euro beantragen. Bedingung ist jedoch, dass die Person in Pflegestufe III eingestuft oder "hilflos" ist. "Allerdings kann der Pauschbetrag nur dann beantragt werden, wenn der Pflegende kein Geld für seine Leistung bekommt", sagt Peter Kauth von Steuerrat24.de. Alternativ können Steuerzahler auch die Ausgaben für die Pflege einzeln auflisten. Doch in diesem Fall müssen sie beachten, dass sie zunächst die zumutbare Belastung aus eigener Tasche zahlen müssen, bevor sich das Finanzamt an den Kosten beteiligt.

Senioren, die in ihrem Haushalt Hilfen, Handwerker oder Gärtner beschäftigen, können die Ausgaben bis zu einem bestimmten Höchstbetrag als haushaltsnahe Dienstleistungen geltend machen.

Kapitalerträge

"Ruheständler sollten ihre Kapitalerträge in der Steuererklärung auflisten", rät Uwe Rauhöft vom Neuen Verband der Lohnsteuerhilfevereine. Denn dann können die Finanzbeamten einen Altersentlastungsbetrag verrechnen.

Quelle: bbr
© Berliner Morgenpost 2014 - Alle Rechte vorbehalten
P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie Fan von der Berliner Morgenpost.
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Top-Thema
title
Die besten Berlin-Videos

Das sind die Youtube-Favoriten der Redaktion.

Video Nachrichten mehr
Mexiko Ist diese Frau der älteste Mensch der Geschichte?
Mexiko Hunderttausende tote Fische machen Fischern Sorgen
Kampf gegen IS USA fliegen tonnenweise Hilfsgüter in den Nordirak
Erdrutsche Hochwasser in China führt zu acht Toten
Top Bildershows mehr
Bürgermeister-Karriere

Klaus Wowereit und der Abstieg vom Gipfel

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Nina Hagens Tochter

Schauspielerin Cosma Shiva Hagen

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote