22.01.13

Networking

Die wichtigsten Termine für Jung-Unternehmer 2013

Wer sein Unternehmen erfolgreich führen will, muss immer wieder neue Kontakte aufbauen. Und die alten regelmäßig pflegen. Was für alte Hasen gilt, ist für Start-ups geradezu Gesetz.

Von Adrienne Kömmler
Foto: dpa
Bloggerkonferenz re:publica
Besucher der letztjährigen Konferenz re:publica studieren den Veranstaltungsplan

Wer als junger Unternehmensgründer durchstartet, ist viel unterwegs. Hier ein bisschen plaudern? Dort mal eine Visitenkarte weiterreichen? Von wegen. Damit ist es nicht getan. Verschiedene Networking-Veranstaltungen bieten Gelegenheiten, richtige Gesprächspartner zu finden. Ob Finanzierung, Personal, Vermarktung der Geschäftsidee oder die Suche nach einem Namen für das Unternehmen: Unzählige Fragen sind zu beantworten, jede Menge Fallstricke aus dem Weg zu räumen.

"Da ist es gut, zu wissen, dass man mit seinen Problemen nicht allein steht", sagt Christian Angele. Als einer der Gründer, die vor vier Jahren das Gesundheitsportal imedo aus der Taufe hoben, kennt er sich in der Start-up-Szene gut aus. Sein Internetportal hilft bei der Arztsuche, ermöglicht einen Austausch zur Qualität von Arztpraxen und bietet ein medizinisches Lexikon. Christian Angele will dieses Angebot für die Gesundheitsbranche weiter ausbauen. Sein Ziel: "imedo soll Europas größtes Gesundheitsportal werden."

Der imedo-Chef hat beim Besuch so mancher Start-up-Veranstaltung bereits gute Erfahrungen gemacht: "Events können helfen, von Anfang an ein Feedback für eigene Ideen zu bekommen." Der Betriebswirt, der in Bayreuth, Leipzig und China studierte, hält viel vom Austausch mit anderen Start-ups und hilft inzwischen selbst anderen Gründern mit seinen Erfahrungen.

Erfahrungen und Probleme teilen

Fachlichen Input und die Vorteile eines Netzwerkes als Schlüssel zum Erfolg weiß auch Benjamin Wüstenhagen zu schätzen. Er ist Geschäftsführer des Start-ups "K.lab educmedia GmbH" – ein 2011 gegründetes Unternehmen, das den Bildungsbereich mit webbasierten Anwendungen revolutionieren will.

Das Online-Tool "meinUnterricht" unterstützt Lehrer, schnell Materialien verschiedener Fachverlage zu finden, um den Unterricht komplett online vorbereiten zu können. "4000 Lehrer haben sich bereits registriert. Ein Erfolg. Wir entwickeln unser System natürlich weiter und arbeiten an mehr Funktionalität", betont Benjamin Wüstenhagen. Erfahrungen zu teilen und Probleme zu besprechen, um sie zu lösen – das sei in der Start-up-Szene wichtig. Ein Beispiel: Den passenden Kontakt für den Aufbau der "meinUnterricht"-Plattform fand er beimTechOpenAir Berlin-Event.

Internetunternehmen, Medien und Investoren zusammenzubringen – darum geht es zum Beispiel bei der Veranstaltung Next (23./24. April), die der Start-up-Szene seit 2010 in Berlin eine internationale Plattform bietet. Es treffen sich Internet-Begeisterte aus der ganzen Welt. Die Konferenzsprache ist Englisch. Die Veranstalter erwarten in diesem Jahr an zwei Tagen mehr als 2000 Teilnehmer.

Eine Konferenz für die digitale Gesellschaft ist auch re:publica (6.-8. Mai) – ein internationales Event mit Festivalcharakter, das erstmals 2007 mit 700 Besuchern startete. Überraschend für die Veranstalter, die mit solchem Ansturm zunächst nicht gerechnet hatten. "Die Idee war, eine Konferenz zu veranstalten, auf die wir selbst gern gehen würden", erzählt re:publica-Geschäftsführer Andreas Gebhard.

Knapp 5000 Gäste erhofft er sich in diesem Jahr. Die Konferenz versteht sich als Mittler zwischen online und offline, der digitalen und analogen Welt. Besucher haben Ideen und suchen nach Wegen, diese umzusetzen. "Es kommt dabei zu Begegnungen von Leuten, die sich sonst nur aus dem Netz kennen", so Gebhard. Gründerlust – nicht nur im Web-Bereich – zu fördern, ist Ziel des Gründercafés (2. März). Initiator der Gespräche in kleiner Runde ist die April Stiftung zur Förderung des unternehmerischen Denkens, die einen Förderverein gegründet hat.

Zeitverschwendung vorbeugen

Unkonventionelle Ideenentwicklung als Chance versteht die Entrepreneurship Summit (19/20. Oktober), die von der Faltin-Stiftung getragen wird und Impulse für unternehmerische Initiativen geben will. Um Inspiration geht es auch der Heureka-Konferenz (13./14. Mai), die in diesem Jahr wieder geplant ist und an zwei Tagen Treffpunkt für Persönlichkeiten aus der Internet-Szene, Sozialunternehmer und andere Fachleute sein wird. Da Spätschichten beim Start-up einfach dazu gehören, lag der Name für ein weiteres Event nahe: Die "Spätschicht" (21. März) ist mehrmals im Jahr zum Anlaufpunkt geworden. In lockerer Stimmung treffen sich dabei Networker.

Welche dieser Konferenzen oder Treffen sollten Jungunternehmer nicht verpassen? "Da gibt es Events mit Party-Charakter, aber auch tolle Veranstaltungen, die inhaltlich viel bringen", urteilt der K.lab-Geschäftsführer Benjamin Wüstenhagen. Abwägen, welcher Termin sinnvoll ist, rät der imedo-Chef Christian Angele. Denn "sonst wird der Besuch auch schnell mal zur Zeitverschwendung".

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