Energieversorgung
Kunden sollen den Anbieter rascher wechseln können
Wirtschaftsminister Rösler will die Kündigungsfrist beim Energieversorger auf zwei Wochen halbieren. Damit soll der Wechsel leichter werden.
Kunden sollen ihren Energieanbieter einem "Bild"-Bericht zufolge künftig schneller wechseln können. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) wolle damit Preistreiberei bei Strom und Gas eindämmen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf ein Papier aus dem Bundeswirtschaftsministerium.
Demnach soll die Kündigungsfrist für Kunden eines Grundversorgers auf zwei Wochen verkürzt werden. Ziel sei es, den Wettbewerb auf dem Markt zu stärken, zitiert die Zeitung aus dem Papier.
Derzeit beträgt die Kündigungsfrist vier Wochen zum Monatsende. Laut "Bild" soll das Papier am Mittwoch vom Kabinett verabschiedet werden. Zugleich solle der neue Versorger schneller als bisher Strom oder Gas liefern können: Rösler wolle erreichen, dass ein Anbieterwechsel insgesamt nicht länger als drei Wochen dauert.
Nach Ermittlungen des Verbraucherportals Check 24 kann sich ein Anbieterwechsel durchaus lohnen. So sparten 2011 Kunden, die über das Portal ihren Stromversorger gewechselt haben, im Durchschnitt 213 Euro im Jahr. Auch bei Tarifen ohne Neukundenbonus betrug die durchschnittliche Ersparnis durch den Wechsel 114 Euro. Grundlage der Berechnungen war ein Jahresverbrauch zwischen 500 und 10.000 Kilowattstunden (kWh).
Auch für Single-Haushalte mit geringem Verbrauch sei ein Anbieterwechsel lohnenswert, so Check 24. 2011 sparten die Haushalte mit einem Verbrauch von 2.000 kWh durchschnittlich 165 Euro im Jahr. Zwei-Personen-Haushalte (3.500 kWh Jahresverbrauch) kamen auf 222 Euro und ein Musterhaushalt mit vier Personen (5.000 kWh) erreichte eine Einsparung von 278 Euro jährlich.
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