Abonnenten-Login Serviceangebote der Berliner Morgenpost Specials der Berliner Morgenpost
10.02.12

Börsen-Bericht

Dax fällt – Gezerre um Athen-Hilfen dauert an

Anleger sind enttäuscht über das Ausbleiben einer Einigung über Griechenland. Finanzwerte verlieren. Sky kann eine Kapitalerhöhung erfolgreich platzieren.

© REUTERS
Deutsche Börse Frankfurt/Main

Der unklare Ausgang der Verhandlungen über die griechischen Finanzhilfen hat die Anleger am deutschen Aktienmarkt verunsichert. Der Dax verlor in den ersten Handelsminuten 0,9 Prozent auf 6729 Zähler.

"Trotz der Einigung der Regierungsparteien in Athen bleiben die Anleger skeptisch, ob Griechenland die Pleite wirklich abwenden kann", sagte Jonathan Sudaria von Capital Spreads. Eurogruppen-Chef Jean Claude Juncker hatte erklärt, dass noch nicht alle rund um das Sparprogramm gemachten Auflagen erfüllt seien. Ein endgültiger Beschluss über ein zweites Rettungspaket könne erst fallen, wenn das griechische Parlament am Sonntag das mit der Troika von EU, EZB und IWF vereinbarte Programm beschlossen habe, erklärte er.

Zu den größten Verlierern im Dax zählten die Finanzwerte. Commerzbank und Deutsche Bank verloren 4,2 beziehungsweise 2,3 Prozent.

Euro gibt nach

Im MDax kletterten Sky Deutschland nach einer erfolgreichen Kapitalerhöhung um mehr als drei Prozent in die Höhe. Die Platzierung sei gut gelaufen, sagte ein Händler. Die Analysten der DZ Bank sehen Sky nun gut gerüstet für die Bundesliga-Rechteauktion. Mit der Kapitalerhöhung habe sich das Unternehmen die nötige Finanzkraft zugelegt, um gegen andere Bieter bestehen zu können, hieß es in einem Kommentar. Die Experten bekräftigten ihre Kaufempfehlung für die Aktien.

Der Kurs des Euro ist im frühen Handel angesichts einer weiter anhaltenden Unsicherheit um Griechenland gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,3257 US-Dollar gehandelt. Ein Dollar war 0,7543 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,3288 (Mittwoch: 1,3274) Dollar festgesetzt.

Hängepartie um Griechenland belastet Börsen in Asien

Die anhaltende Unsicherheit über das neue Rettungspaket für Griechenland hat auch die asiatischen Aktienmärkte belastet. Die Finanzminister der Euro-Zone trafen bei ihrer Sondersitzung am Donnerstag keine Entscheidung zu den dringend benötigten Milliardenhilfen, weil die Voraussetzungen dazu nach Worten von Eurogruppen-Chef Jean Claude Juncker nicht völlig erfüllt waren .

Zunächst soll nun das griechische Parlament zustimmen und die Parteispitzen ihre Verpflichtungen vorlegen. Der endgültige Beschluss ist nun erst bei einer weiteren Sitzung der Eurogruppe am Mittwoch geplant.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index ging 0,6 Prozent schwächer aus dem Handel bei 8947 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,7 Prozent auf 779 Zähler. Auch die übrigen asiatischen Börsen notierten durchweg schwächer. So beliefen sich die Verluste am Aktienmarkt in Seoul sowie in Hongkong auf gut ein Prozent, während sie auf den übrigen Märkten der Region etwas geringer ausfielen. Der Euro notierte bei Kursen um 1,3250 etwas schwächer.

"Die Gefahr eines sofortigen Zahlungsausfalls in Griechenland hat zwar abgenommen, aber das ist noch nicht das Ende vom Lied", sagte Hiroshi Maeba von Nomura Securities in Tokio. "Es gibt immer noch die Gefahr, dass neue Patienten ähnlich wie Griechenland in der Euro-Zone auftauchen."

Die Talfahrt in Tokio bremsten Kursgewinne von Einzelwerten. So kletterten die Aktien des Telekom-Konzerns Softbank um etwa vier Prozent. Händler begründeten dies mit Berichten, dass der chinesische Internet-Riese Alibaba seine in Hongkong notierte Sparte von der Börse nehmen will. An dieser ist die Softbank beteiligt und könnte sich in diesem Fall auf eine Finanzspritze freuen.

Zu den Gewinnern zählten zudem noch Werte aus der Schifffahrtsbranche, die im Schnitt um zwei Prozent zulegten. Ein Branchenverband hatte sich zuvor für Preiserhöhungen ausgesprochen. Zudem hatte die US-Bank JPMorgan den Sektor als Anlage empfohlen.

Quelle: Reuters/dpa/woz
Leser-Kommentare
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Top-Thema
Krebs
Impfung gegen Krebs

Forscher wollen Tumore künftig mit Vakzinen besiegen.

Video Nachrichten mehr
Kenia Explosion erschüttert Einkaufzentrum in Nairobi
Großrazzia Polizei verhaftet italienische Fußballprofis
Filmpreis Haneke mit "Goldener Palme" in Cannes…
Sicherheitsrat UN verurteilt Massaker in Syrien
 
PromoTeaser_img.jpg
Urlaub an der See

Aktuelle Reisetipps für Ihren nächsten Deutschlandurlaub.mehr

Sommerkoll-klein.png
Sommer Trends

Lindner - Das sind die Sommer Trends 2012!mehr

bio10_onsite-teaser.jpg
Netzwerker

Für eine moderne Energieversorgung in Berlinmehr

 
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Berlin

Bunter Straßenumzug zum 17. Karneval der Kulturen

DFB-Bundesgericht

Hertha kämpft gegen Sturz in die Zweite Liga

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote