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07.02.12

Wall Street

Hoffnung auf Durchbruch in Athen stützt US-Börsen

Die Anleger an der Wall Street setzen darauf, dass der Poker in Athen bald zu Ende geht. Der Dow Jones verzeichnete ein leichtes Kursplus.

© dapd/DAPD
Wall Street

Hoffnung auf einen Durchbruch in den Verhandlungen über weitere Finanzhilfen für Griechenland hat die US-Börsen gestützt. Die Ankündigung eines Entwurfs der griechischen Regierung für die von den internationalen Geldgebern geforderten zusätzlichen Einschnitte, half den Kursen nach anfänglichen Verlusten leicht ins Plus.

Allerdings wagten sich die Anleger nicht weit aus der Deckung, denn der nächste Dämpfer ließ nicht lange auf sich warten: Das Treffen der Athener Parteispitzen zu Beratungen über die Sparpläne wurde abermals um einen Tag verschoben. Der Dow-Jones-Index schloss 0,3 Prozent höher bei 12.878 Punkten.

Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,2 Prozent auf 1347 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte um 0,1 Prozent auf 2904 Punkte zu. In Frankfurt schloss der deutsche Leitindex Dax belastet von der griechischen Hängepartie dagegen 0,2 Prozent tiefer.

Wegen der Unsicherheit über die sich weiter hinziehenden Verhandlungen in Griechenland nähmen einige Anleger nach der jüngsten Rally Gewinne mit, sagte Analyst Michael Sheldon von RDM Financial. Dennoch setzten die meisten wohl verhalten auf eine Einigung in Athen. "Wenn die Investoren von einem Scheitern der Verhandlungen ausgingen, würden sich die Märkte deutlich schwächer präsentieren", fügte er hinzu. Frank Lesh, Broker bei Future Path Trading, mahnte allerdings, dass nach dem kräftigen Kursplus seit Jahresanfang allmählich ohnehin eine Korrektur am Markt anstünde.

Wie stark dieses ausfalle, hänge erheblich von der Entwicklung in Griechenland ab. Zu den Gewinnern zählten die Aktien von Coca-Cola. Die Anteilsscheine des Erfrischungsgetränke-Herstellers legten um 0,8 Prozent zu, nachdem der PepsiCo-Rivale mit seiner Quartalsbilanz die Markterwartungen übertreffen konnte.

Auch die in den USA gehandelten Aktien des japanischen Autobauers Toyota legten mit einem Plus von 2,5 Prozent deutlich zu. Niedrigere Kosten und staatliche Subventionen für spritsparende Autos lassen den VW-Konkurrenten nach vielen Rückschlägen wieder zuversichtlicher in die Zukunft schauen.

Wie der Wolfsburger Konzern will auch Toyota vor allem auf den größten Automarkt China setzen und dort erstmals mehr als eine Million Autos verkaufen. An der New York Stock Exchange wechselten rund 730 Millionen Aktien den Besitzer. 1682 Werte legten zu, 1288 gaben nach und 113 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,78 Milliarden Aktien 1187 im Plus, 1328 im Minus und 118 unverändert.

Quelle: Reuters/cat
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