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19.10.10

Studie

Mehrheit der Azubis sorgt nicht fürs Alter vor

Viele Azubis machen sich noch keine Gedanken über ihre Rente. Einer Studie zufolge legt weniger als die Hälfte monatlich Geld zurück.

Infografik Morgenpost Online

Umfrage zur finanziellen Absicherung.

5 Bilder

Wenn junge Menschen sparen, dann zumeist, um sich einen lange gehegten Wunsch zu erfüllen – an ihre Altersvorsorge denken die wenigsten dabei. Und es sind keinesfalls nur die Jüngeren, die keinen Grund darin sehen, etwas für später anzusparen. Im Auftrag der Allianz haben die Demoskopen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) das Sparverhalten von 500 Auszubildenden im Alter zwischen 15 und 25 Jahren unter die Lupe genommen. Ergebnis der Studie, die Morgenpost Online vorab vorliegt: Nur 43 Prozent von ihnen legt monatlich Geld zurück. Und nur knapp die Hälfte dieser Sparer will sich gegen Notfälle finanziell absichern oder etwas für seine Altersvorsorge tun.

Auszubildende, die auch Abitur haben, sparen laut Studie am häufigsten – Berufsanfänger mit Hauptschulabschluss deutlich seltener. Nach Alter differenziert ist das Bild wesentlich uneinheitlicher: Mehr als die Hälfte (55 Prozent) der 20- bis 25-Jährigen legt monatlich etwas auf die hohe Kante, während nur 34 Prozent der 18- bis 19-Jährigen so intensiv sparen. Doch auch die älteste Gruppe, die 23- bis 25-Jährigen, zeigt recht wenig Enthusiasmus beim Aufbau finanzieller Polster. Gerade 45 Prozent, und damit wenig mehr als durchschnittlich, legen monatlich Geld zurück.

Wenn diese älteren Berufsanfänger überhaupt Rücklagen bilden, dann unterscheiden sie sich nicht von den jüngeren Kollegen. Gespart wird vor allem anderen, um sich größere Anschaffungen leisten zu können. Mehr als die Hälfte gibt das als Sparmotiv an – finanzielle Absicherung für Notfälle und Altersvorsorge treten mit 43 beziehungsweise 17 Prozent deutlich dahinter zurück. Und während in der jüngsten Gruppe (15 bis 17 Jahre) immerhin noch jeder zweite ein Sparbuch oder Festgeldkonto hat, liegt die Quote bei den ältesten Befragten nur noch bei 40 Prozent. Fast die Hälfte kann weder Sparbuch, Bausparvertrag, Lebenspolice, Aktien noch Riester-Rente vorweisen.

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