14.02.2013, 12:11

Devisenhandel Soros attackiert Yen mit Milliarden-Wette


George Soros: Öffentlich gibt er gerne den Philanthropen, doch sein Geld verdient er nach wie vor mit hoch umstrittenen Devisenspekulationen

Foto: PASCAL LAUENER / REUTERS

Der legendäre Spekulant George Soros hat wieder zugeschlagen: Der Starinvestor aus den USA hat auf eine Abschwächung des japanischen Yen gewettet – und damit einen gigantischen Gewinn eingefahren.

Der US-Starinvestor George Soros hat einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge bei der jüngsten Abwertung des Yen rund eine Milliarde Dollar verdient.

Soros habe mit seinen Fonds auf eine Abschwächung der japanischen Währung spekuliert und damit Erfolg gehabt, berichtete das Blatt unter Berufung auf Personen mit Kenntnis seiner Investments.

Der Yen hatte zwischen November und Anfang Februar fast 20 Prozent seines Wertes zum Dollar eingebüßt, weil die japanische Notenbank eine extrem lockere Geldpolitik fährt, um die hartnäckige Deflation zu bekämpfen. Dabei wird eine Yen-Abwertung bewusst in Kauf genommen.

Der Zeitung zufolge haben auch viele andere Hedgefonds mit ähnlichen Strategien Geld verdient. Details zu deren Gewinnen wurden jedoch nicht genannt.

Wetten gegen das britische Pfund

George Soros hatte in den 90er-Jahren für Aufsehen gesorgt, als er gegen das britische Pfund wettete und es in Schieflage brachte. Laut Experten ist das aber heute beim Yen nicht so einfach möglich, da dort der Devisenhandel ein weit größeres Volumen hat.

Die Abwertung des Yen scheint sogar im Interesse der japanischen Politik zu sein: Zahlreiche Firmen hatten Hilfe für den Export angemahnt. Ein günstiger Yen hilft ihnen, Produkte wie Autos oder Fernseher günstiger im Ausland zu verkaufen.

Die Notenbank hält den Leitzins bei 0,1 Prozent und befeuert damit die Abwertung der Währung.

(Reuters/lw)
Bleiben Sie informiert:
Die Berliner Morgenpost in sozialen Netzwerken.
Folgen Sie uns auf Twitter