08.02.13

Geldreserven

Hedgefonds verklagt Apple wegen "Bargeld-Problem"

Ein amerikanischer Hedgefonds hat eine Milliarden-Klage gegen Apple eingereicht. Er will größere Ausschüttungen für die Aktionäre erreichen und gleichzeitig den Kurs der Apple-Aktie nach oben treiben.

Foto: REUTERS

Hedgefondsmanager David Einhorn ist mit den Ausschüttungen von Apple unzufrieden
Hedgefondsmanager David Einhorn ist mit den Ausschüttungen von Apple unzufrieden

Der US-Hedgefondsmanager David Einhorn will Apple vor Gericht dazu zwingen, die Aktionäre stärker an den immensen Geldreserven teilhaben zu lassen.

Einhorns acht Milliarden Dollar schwerer Hedgefonds Greenlight Capital reichte dazu eine Klage gegen den Technologieriesen ein. Er monierte, Apple habe ein "Bargeld-Problem", das durch die Ausgabe von Vorzugsaktien gelöst werden müsse.

Einhorn spekuliert mit seinem Fonds auf einen steigenden Apple-Kurs. Einhorn ist einer der lautstärksten und bekanntesten Investoren an der Wall Street.

Apple sitzt auf 100 Milliarden Dollar

Apple erklärte, man werde den Vorschlag von Einhorn zur Ausgabe von Vorzugsaktien "gründlich prüfen". Erst im März vergangenen Jahres hatte der Konzern unter seinem neuen Chef Tim Cook einen Kurswechsel vollzogen und angekündigt, nach 17 Jahren überhaupt wieder eine Dividende zu zahlen. Zudem startete Apple einen Aktienrückkauf. Durch die beiden Aktionen sollen binnen drei Jahren 45 Milliarden Dollar an die Anteilseigner gehen; knapp 10 Milliarden davon sind bereits geflossen.

Es habe "aktive Gespräche" darüber gegeben, weiteres Geld an die Aktionäre auszuschütten, erklärte Apple nun. Bis Börsenschluss stieg die in den vergangenen Monaten stark gefallene Aktie um 3 Prozent. Viele Börsianer scheinen zu hoffen, dass Einhorn sich durchsetzen kann: Sein finanzkräftiger Hedgefonds Greenlight Capital ist ein großer Apple-Anteilseigner mit 1,3 Millionen Aktien, die nach aktuellem Stand gut 600 Millionen Dollar wert sind (448 Mio Euro).

Apple hat mehr als 100 Milliarden Dollar in der Kasse – so viel wie kein anderer Technologiekonzern. Finanzchef Peter Oppenheimer hatte erst kürzlich angekündigt, dass Apple bei dem Thema mehrere Wege in Betracht ziehe, um "aktiver" zu werden.

Quelle: Reuters/cat
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