26.01.2013, 11:47

George Soros "Hedgefonds können Markt nicht schlagen"


Milliardär George Soros attackiert in Davos seine eigene Branche

Foto: Jean-christophe Bott / dapd

Milliardär George Soros attackiert in Davos seine eigene Branche Foto: Jean-christophe Bott / dapd

Der frühere Hedgefonds-Manager George Soros kritisiert die eigene Branche scharf. Die Managementgebühren seien so hoch, dass Investoren mit einer schwachen Entwicklung rechnen müssen.

George Soros, der Milliardär und frühere Hedgefonds-Manager, hat sich kritisch gegenüber seiner einstigen Branche geäußert. Wer in Hedgefonds investiert, sollte mit einer schwachen Entwicklung rechnen, sagte Soros am Freitag in Davos. Dies sei nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass die Manager so hohe Gebühren verlangen würden.

"Da die Hedgefonds mittlerweile eine dominante Gruppe am Markt darstellen, können sie als Gruppe nicht mehr den Markt schlagen", sagte Soros in einem Interview mit Bloomberg Television. Gewöhnlich verlangen Hedgefonds zwei Prozent der Anlagen und 20 Prozent der Gewinne als Gebühr.

Soros verwaltet inzwischen sein eigenes Geld

Soros leitete zusammen mit Jim Rogers dem berühmten Quantum-Hedgefonds bis 2011, bevor er Soros Fund Management LLC in ein so genanntes Family Office umwandelte, das nun etwa 24 Milliarden Dollar verwaltet. Mit seiner Firma und dem Vorgänger erreichte er ein Jahresplus von durchschnittlich 20 Prozent seit 1969.

Soros' spektakulärste Wette war die, als er mit dem Quantum-Fonds gegen die britische Notenbank spekulierte, solange bis London gezwungen war das Pfund abzuwerten. Mit dieser Attacke verdiente Quantum innerhalb einer Woche eine Milliarde Dollar. Die Folge war, das Großbritannien sich aus dem System fester Wechselkurse verabschiedete.

(Bloomberg/dma)
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