25.01.2013, 10:14

Angola Präsidententochter ist erste Milliardärin Afrikas


Angolas Präsident José Eduardo dos Santos mit seiner Tochter Isabelle, die ihm im Hintergrund applaudiert. Er hätte allen Grund, ihr zu applaudieren – sie ist eine der erfolgreichsten Geschäftsfrauen Afrikas

Foto: - / picture alliance /dpa

Mit Beteiligungen an angolanischen und portugiesischen Firmen hat die Geschäftsfrau Isabel dos Santos Millionen gemacht. Das Land, das ihr Vater seit 1979 regiert, zählt zu den ärmsten der Welt.

Die älteste Tochter des angolanischen Präsidenten José Eduardo dos Santos, Isabel dos Santos, ist nach Berechnungen des US-Magazins "Forbes" Afrikas erste Milliardärin. Die 39-Jährige habe in den vergangenen Jahren ihre Beteiligungen an angolanischen und portugiesischen Unternehmen aufgestockt, sodass ihr persönliches Vermögen nun vermutlich über einer Milliarde Dollar (750 Millionen Euro) liege, berichtete das Magazin auf seiner Internetseite.

Die 1973 geborene dos Santos ist unter anderem mit 28,8 Prozent Hauptaktionärin des größten portugiesischen Kabelfernsehanbieters ZON Multimedia. Zudem hält sie 19,5 Prozent der Anteile an der portugiesischen Bank BPI.

In Angola gehören dos Santos jeweils 25 Prozent der Bank BIC und der Telefongesellschaft Unitel. Allein diese Beteiligung hat laut "Forbes" einen Wert von einer Milliarde Dollar. Das Magazin benennt jedes Jahr die reichsten Menschen der Welt.

Vater regiert seit 1979

Isabel dos Santos wuchs in London auf und studierte am King's College Ingenieurwissenschaften. Ihre Karriere als Geschäftsfrau begann sie im Jahr 1997 mit der Eröffnung eines Restaurants in der angolanischen Hauptstadt Luanda.

Sie gilt als medienscheu und tritt nur selten in der Öffentlichkeit auf. Sie ist mit dem kongolesischen Kunstsammler Sindika Dokolo verheiratet.

Ihr Vater José Eduardo dos Santos ist seit 1979 Präsident von Angola. Das Land ist der zweitgrößte Ölproduzent in Afrika, doch seine Bewohner zählen zu den ärmsten der Welt.

(AFP/cat)
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