05.01.2013, 15:43

Finanzämter Steuererstattung für 2012 kommt frühestens Ende März


Steuerzahler in Deutschland müssen wohl mindestens bis Ende März 2013 auf Erstattungen für 2012 warten

Foto: Armin Weigel / dpa

Steuerzahler in Deutschland müssen wohl mindestens bis Ende März 2013 auf Erstattungen für 2012 warten Foto: Armin Weigel / dpa

Die Finanzämter werden zu viel gezahlte Steuern später erstatten als bislang üblich. Zeit sollten sich Arbeitnehmer dennoch nicht lassen.

Steuerzahler in Deutschland müssen wohl mindestens bis Ende März 2013 auf Erstattungen vom Finanzamt für 2012 warten. Der Grund: Wie üblich müssen zunächst aktuelle Rechtsänderungen in die Computersoftware der Behörden eingespeist werden. Dies dauere voraussichtlich bis Mitte März, sagte der Vorsitzende der Deutschen Steuergewerkschaft, Thomas Eigenthaler, am Sonnabend.

Eigenthaler riet, die Steuererklärung dennoch möglichst schnell einzureichen – vor allem, wenn man eine Rückzahlung erwarte. Das sichere einen guten Bearbeitungstermin. "Je länger man wartet mit der Abgabe, umso länger dauert es dann am Ende." Die Steuergewerkschaft, die dem Deutschen Beamtenbund angehört, vertritt die Beschäftigten der Finanzverwaltungen in Deutschland.

Neben der jährlichen Aktualisierung der Computerprogramme müssten die Finanzämter zu Jahresbeginn auch zugelieferte Daten etwa zu Versicherungsbeiträgen einarbeiten, erläuterte Eigenthaler.

Bestimmte Änderungen für Steuerzahler 2013 können zudem erst mit Verspätung umgesetzt werden. Nach Auseinandersetzungen um Kompromisse des Vermittlungsausschusses von Bundestag und Bundesrat im Dezember verschiebt sich etwa die endgültige Entscheidung über die Anhebung des steuerlichen Grundfreibetrages ins neue Jahr. Er soll um 126 Euro auf 8130 Euro im Jahr erhöht werden.

Aus der Unionsfraktion hatte es geheißen, für Bürger werde es aber keine Nachteile geben, weil alle Punkte rückwirkend beschlossen werden könnten. Der Bundestag soll sich voraussichtlich im Januar mit den Vermittlungsergebnissen befassen. Danach kann der Bundesrat darüber abstimmen.

(dpa/sei)
Bleiben Sie informiert:
Die Berliner Morgenpost in sozialen Netzwerken.
Folgen Sie uns auf Twitter