08.12.12

Deutsche Bahn

Zum Fahrplanwechsel steigen die Preise

Wegen steigender Energiekosten erhöht die Bahn am Wochenende die Preise um durchschnittlich 2,8 Prozent. Verkehrsminister Ramsauer verteidigt das – denn die Gegenleistung der Bahn stimme.

Foto: dpa

Mit dem Fahrplanwechsel steigen die Preise bei der Bahn
Mit dem Fahrplanwechsel steigen die Preise bei der Bahn

Aus der Preisspirale gibt es kein Entkommen: Autofahrer, die wegen der hohen Spritkosten in den Zug umsteigen, müssen ab Sonntag neu kalkulieren. Denn auch für das Bahnticket sollen sie mehr bezahlen.

Zur Umstellung auf den Winterfahrplan erhöht die Deutsche Bahn wie angekündigt ab 9. Dezember ihre Preise im Durchschnitt um 2,8 Prozent. Sie begründet dies vor allem mit steigenden Energiekosten. 2011 hatte das Staatsunternehmen die Preise um 3,9 Prozent angehoben.

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat die Preiserhöhungen der Deutschen Bahn zum Fahrplanwechsel am Sonntag verteidigt. "Höhere Preise sind akzeptabel, wenn die Gegenleistung stimmt", sagte der CSU-Politiker der Zeitschrift "Super Illu". Höhere Tarifabschlüsse, vor allem aber gestiegene Energiekosten seien Hauptgründe für die teureren Tickets. Die Energiewende bekomme man nicht zum Nulltarif.

Auf den Winter vorbereitet

Chaotische Verhältnisse durch Schnee und Eis wie in den Vorjahren erwartet Ramsauer nicht. Die Bahn habe durch Nachrüstung von Weichenheizungen, Enteisungsanlagen und mehr Personal zum Schneeräumen vorgesorgt. "Aber eines ist auch klar: Bei schwersten Wetterlagen sind auch wir machtlos. Da braucht man ein wenig Demut vor der Natur", sagte der Verkehrsminister.

Auch auf steigende Fahrgastzahlen zu Weihnachten sei die Bahn durch mehr Wagen und Personal vorbereitet. Nach Ansicht Ramsauers lassen sich an den Tagen vor Weihnachten überfüllte Züge dennoch nicht vermeiden, hier sei das Verständnis der Fahrgäste gefragt.

Der Maximalpreis im deutschen Fernverkehr für die einfache Fahrt in der 2. Klasse steigt von 135 auf 139 Euro (plus drei Prozent). Eine Fahrt im ICE von Frankfurt am Main nach Mannheim kostet künftig 28 statt 27 Euro (plus 3,7 Prozent) und von Stuttgart nach München 55 statt 54 Euro (plus 1,9 Prozent). Die Preise im Fern- und Regionalverkehr werden gleichermaßen angehoben.

Sparangebote bleiben stabil

Stabil bleiben sollen lediglich die Sparangebote mit 29 Euro innerhalb Deutschlands und 39 Euro für das Europa Spezial sowie die Kosten für die Platzreservierung. Die Bahn wies darauf hin, dass lediglich zehn Prozent der Bahnkunden den Normalpreis bezahlen, aber 33 Prozent ihre Tickets mit der BahnCard günstiger kaufen. Rund 4,8 Millionen BahnCards sind im Umlauf.

Aber auch der Preis der Karten steigt: Nach der bereits im September angekündigten Anhebung um 2,4 Prozent kommen nun im Ergebnis der Ausweitung der Gültigkeit der City-Tickets auch auf Fahrten mit dem öffentlichen Nahverkehr zum Startbahnhof ein beziehungsweise zwei Euro hinzu. Die BahnCard 25 kostet jetzt 61 Euro für die 2. Klasse und 123 Euro für die 1. Klasse, die BahnCard 50 249 Euro für die 2. Klasse und 498 Euro für die 1. Klasse.

Die Bahn verweist allerdings darauf, dass die Preissteigerungen unter denen der großen deutschen Nahverkehrsverbünde liegen, deren Tickets Mitte dieses Monats oder Anfang des nächsten Jahres teurer werden. Der Konzern wirbt damit, dass der Winterfahrplan mehr Direktverbindungen und bessere Umsteigeverbindungen vorsehe und zudem modernisierte Züge eingesetzt würden. Probleme sieht die Bahn allerdings wegen der erneuten Lieferverzögerung von neuen ICE-3-Zügen des Herstellers Siemens. Auch in diesem Winter könne die Reserveflotte im Fernverkehr deshalb nicht aufgestockt werden.

Quelle: dapd/woz
Quelle: Reuters
25.09.12 1:13 min.
Ab Dezember sollen die Preise im Fern- und Regionalverkehr um durchschnittlich 2,8 Prozent steigen, auch die Bahncard soll teurer werden. Hohe Energiepreise sind laut Bahn der Grund für die Erhöhung.
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