30.11.12

Verbraucherwarnungen

Weihnachten ist dieses Jahr besonders gefährlich

Krebserzeugende Schneesprays, leberschädigende Zimtsterne, Stromschlag- und Brandgefahr: In diesem Jahr häufen sich die Warnungen vor einem ungemütlichen Fest. Hierauf sollten Sie unbedingt achten.

Foto: dpa
TÜV testet Lichterketten
Mit ihren heimlichen Testkäufen im Internet, in Baumärkten und in Billigläden decken Experten regelmäßig Mängel an Lichterketten auf

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace warnt vor gesundheitsgefährdenden Stoffen in sogenannten Schneesprays zur Weihnachtsdekoration. In einer Untersuchung von sechs Schneesprays habe sich gezeigt, dass vier Produkte "krebserzeugende Substanzen in hohen Konzentrationen" enthalten hätten, teilte Greenpeace mit.

Die betroffenen Produkte enthielten sogenanntes N-Nitroso-morpholin, das in der EU wegen seiner Gefährlichkeit verboten sei. Ein Labor hatte die Sprays im Auftrag von Greenpeace untersucht.

Vor allem für Kinder stelle der Schnee aus der Dose "eine akute Gefahr" dar, erklärte Greenpeace. Grundsätzlich sollten Verbraucher Schneesprays nicht in Innenräumen verwenden.

Außen sollten diese nur dort genutzt werden, wo Kinder nicht mit dem aufgesprühten Schnee in Kontakt kommen könnten, rieten die Umweltschützer. Bei einem Test mit drei Eiskristallsprays seien hingegen in keinem der Produkte krebserregende Substanzen gefunden worden.

Die Hersteller forderte Greenpeace auf, die betroffenen Schneespray-Produkte sofort vom Markt zu nehmen. Die Produzenten müssten sicherstellen, dass Schneesprays keine gesundheitsgefährdenden Substanzen freisetzten.

Weitere Gefahren zu Weihnachten

Neben Schneesprays gibt es in diesem Jahr noch eine Reihe weiterer Warnungen zum Weihnachtsfest. Ein Überblick:

Spielzeug: Puppen, Autos und Plüschtiere auf dem Gabentisch bringen Kinderaugen zum Leuchten – und das noch mehr, wenn mit ihnen ein Held aus Comicheften oder Fernsehserien ins Kinderzimmer einzieht. Doch sogenannte Merchandising-Produkte sind nicht immer unbedenklich, wie "Öko-Test" warnt.

In Kunststoff- und Plüschfiguren wurden demnach Chemikalien gefunden, die zum Teil unter Krebsverdacht stehen. In Bettwäsche fanden sich hautreizende Stoffe; in Aufdrucken auf Taschen Schadstoffe. Fahrzeugautos aus Hartplastik dagegen erwiesen sich als schadstofffrei.

Lichterketten: Mit ihren heimlichen Testkäufen im Internet, in Baumärkten und in Billigläden decken Experten regelmäßig Mängel an Lichterketten auf. In diesem Jahr kam der TÜV Rheinland zu einem besonders besorgniserregenden Urteil: Mehr als die Hälfte der 52 geprüften Lichterketten erfüllten nicht einmal die Mindestanforderungen der Europäischen Union.

Bei jeder fünften bestand demnach sogar akute Stromschlag- oder Verbrennungsgefahr bei Temperaturen von über 100 Grad Celsius. Bei einem Großteil fehlten laut TÜV wichtige Warn- und Sicherheitshinweise; andere wiesen wiederum Konstruktionsmängel auf.

Adventskalender: Mit jedem Türchen kommen Kinder dem Heiligen Abend ein Schokoladen-Stückchen näher. Doch ganz unbedenklich ist die süße Überraschung in zahlreichen Adventskalendern nicht. Die Stiftung Warentest fand in der Schokolade aus 24 Adventskalendern Rückstände aus Mineralölen und ähnlichen Substanzen.

In neun Kalendern enthielten die Schokostücke dem Test-Ergebnis zufolge sogar besonders kritische Stoffe, und zwar aromatische Mineralöle. Wahrscheinlich stammen die Öle aus dem Verpackungskarton. Dieser wird laut Stiftung Warentest häufig aus Recycling-Papier hergestellt, das mit mineralölhaltigen Farben bedruckt ist.

Zimtsterne: Sie sind bei Groß und Klein in der Vorweihnachtszeit beliebt. Doch viele zimthaltige Leckereien enthalten die leberschädigende Subtanz Cumarin. Ein gewisser Anteil ist in Lebensmitteln erlaubt.

Diese Höchstwerte werden laut Bundesinstitut für Risikobewertung beispielsweise erreicht, wenn ein Kleinkind mit einem Gewicht von 15 Kilogramm etwa sechs Zimtsterne oder hundert Gramm Lebkuchen isst. Ein maßvoller Genuss ist also ratsam.

Weihnachtsmarkt: Pünktlich zum Start der Weihnachtsmarkt-Saison warnt die Berliner Polizei vor Giftanschlägen im bunten Treiben. Im vergangenen Jahr hatte ein Unbekannter auf mehreren Weihnachtsmärkten der Hauptstadt Passanten kleine Schnapsflaschen unter dem Vorwand angeboten, Vater geworden zu sein. Darin waren KO-Tropfen enthalten.

Viele Opfer mussten sich übergeben oder litten unter Schwindel, Krämpfen und Erinnerungslücken. Die Polizei rät deshalb, nichts ungeprüft von Fremden anzunehmen und darauf zu achten, dass Flaschen noch richtig verschlossen sind. Zudem sollten Getränke nicht unbeobachtet gelassen werden.

Quelle: AFP/lw
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