19.11.12

Japan

Nikkei-Index steigt vor Wahl auf Zwei-Monatshoch

Investoren setzen auf einen Regierungswechsel in Japan. Sollten die Liberal-Demokraten an die Macht kommen, dürfte Japan seine Geldpolitik lockern. Das löst Kursgewinne an der Tokioer Börse aus.

Foto: Bloomberg

Gute Stimmung vor der Börse in Tokio
Gute Stimmung vor der Börse in Tokio

Die Hoffnung auf einen Regierungswechsel in Japan und positive Stimmen im US-Haushaltsstreit haben zum Wochenbeginn die asiatischen Börsen beflügelt. Die erwarteten Lockerungen der Geldpolitik nach dem vorhergesagten Wahlsieg der oppositionellen Liberal-Demokraten (LDP) hievten die Leitbörse in Tokio auf den höchsten Stand sei zwei Monaten.

Die Anleger setzen darauf, dass die LDP nach einem Wahlerfolg im Dezember den Druck auf die Währungshüter erhöht. Parteichef Shinzo Abe, forderte die Bank of Japan dazu auf, mehr für die Stimulierung der lahmenden Wirtschaft zu unternehmen. Von einer am Montag beginnenden zweitägigen Politik-Konferenz werden jedoch keine geldpolitische Beschlüsse erwartet.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss mit einem Plus von 1,4 Prozent auf 9153 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index gewann eben soviel und legte auf 762 Punkte zu. Der MSCI-Index für den asiatisch-pazifischen Raum außerhalb Japans legte um 0,6 Prozent zu und erholte sich von seinem Neun-Monats-Tief zum Wochenschluss.

Exportorientierte Werte steigen kräftig

Den Aktien von exportorientierten Unternehmen kam der Rückgang des Yen auf den tiefsten Stand seit knapp sieben Monaten zugute: Für einen Dollar waren 81,59 Yen zu haben. Ein Händler bei einer internationalen Bank berichtete zudem, dass japanische Aktien in den Portfolien vieler Anleger deutlich unterrepräsentiert seien. Nun kehrten die Investoren wieder an die Tokioter Börse zurück.

Zu den gefragten Exportwerten gehörten etwa Canon, Toyota, Nissan und der Roboter-Hersteller Fanuc, die allesamt zwischen 1,4 und fast 4,5 Prozent zulegten. Die Aktien von Japan Tobacco sprangen um 6,5 Prozent in die Höhe, nachdem die Regierung ankündigte, vor Ende Dezember keine Aktien der Firma zu verkaufen.

Quelle: fpa/dma
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