30.10.12

Elektronisch bezahlen

iZettle macht Smartphones zu Geldkartenterminals

Auf dem Markt für mobile Bezahlsysteme wird es immer enger: Die schwedische Firma iZettle will Smartphones mit Einsteckmodulen für Geldkarten versehen. Die Deutsche Telekom hilft ihr dabei.

Foto: iZettle / Popular PR GmbH

Mit iZettle bezahlen: Die schwedische Firma kommt nach Deutschland
Mit iZettle bezahlen: Die schwedische Firma kommt nach Deutschland

Auf dem deutschen Markt für mobile Bezahlsysteme wird es immer enger: Auch der schwedische Anbieter iZettle will hierzulande Smartphones und Tablets zu Kassen-Geräten machen. Mit Hilfe von Einsteckmodulen sollen auch kleine Dienstleister und Händler günstig Kartenzahlungen anbieten können.

In Deutschland sind in diesem Geschäft bereits Anbieter wie Streetpay, Payleven oder SumUp aktiv. Das schwedische Unternehmen iZettle war 2011 zunächst in Großbritannien, Finnland, Schweden, Norwegen und Dänemark gestartet und hat inzwischen rund 75.000 Nutzer.

25.000 kostenlose Kartenlesegeräte für Deutschland

Zum Start in Deutschland sind 25.000 einsteckbare Kartenlesegeräte kostenlos verfügbar, kündigte iZettle an. Als Partner wurden die DZ Bank und die Deutsche Telekom gewonnen. Das werde iZettle helfen, das Vertrauen der Menschen in Deutschland zu gewinnen, sagte Gründer und Chef Jacob de Geer.

"Wir haben den Einstieg in Deutschland lange vorbereitet, weil es ein großer und wichtiger Markt für uns ist", betonte er. Er rechne damit, dass auf lange Sicht nicht alle Anbieter im Geschäft bleiben können. Für iZettle sprächen die Erfahrung und eine hohe Sicherheit des Dienstes: "Unser größter Konkurrent ist der Bargeld-Euro", gab sich de Geer selbstbewusst.

Preiskampf im Markt der Bezahlsysteme

Pro Transaktion werden bei iZettle 2,75 Prozent des bezahlten Betrags fällig. Jetzt schon kommt ein Preiskampf unter den Anbietern in Gang: Auf diesen Wert hatte wenige Tage zuvor auch der deutsche Konkurrenz Payleven seine Gebühren gesenkt – von zuvor 9 Cent plus 2,95 Prozent des Betrags. Konkurrent SumUp will ebenfalls 2,75 Prozent und Rivale Streetpay sogar nur 1,90 Prozent.

Als Vorteil sieht iZettle die Möglichkeit, die Chips der Karten auszulesen und Bezahlung per Unterschrift anzubieten.

Pionier des Geschäftsmodells mit den Einsteck-Kartenlesern ist die Firma Square des Twitter-Mitgründers Jack Dorsey. Square wurde 2009 gegründet und wickelt Zahlungen von mehr als vier Millionen Dollar pro Tag ab.

Zuletzt machte das Unternehmen Schlagzeilen durch eine Partnerschaft mit der Kaffeehauskette Starbucks. Laut Medienberichten wurde Square beim Starbucks-Einstieg mit 3,25 Milliarden Dollar bewertet.

Quelle: dpa/ere
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