05.08.12

Investmentlegende

Starinvestor Buffett scheffelt erneut Milliarden

Warren Buffett, das "Orakel von Omaha", hat sein Investment-Imperium trotz einer Krebserkrankung fest im Griff. Berkshire Hathaway wirft Milliarden ab, nur bei Finanzwetten fehlt dieses Mal das Glück.

Foto: REUTERS
Warren Buffett
Warren Buffett ist 81 Jahre alt und an Krebs erkrankt: Doch der Starinvestor lässt sich nicht unterkriegen

Selbst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bleibt Starinvestor Warren Buffett ein Garant für hohe Gewinne. Die von ihm gelenkte Investmentholding Berkshire Hathaway verdiente im zweiten Quartal unterm Strich 3,1 Milliarden Dollar (2,5 Milliarden Euro). Besonders die Versicherungstöchter wie Geico, seine Industriefirmen und die große Frachteisenbahn-Gesellschaft Burlington Northern Santa Fe warfen mehr Geld ab.

Allerdings hatte Buffett im Vorjahreszeitraum mit 3,4 Milliarden Dollar noch ein wenig mehr herausholen können. Das "Orakel von Omaha" bewies dieses Mal bei seinen Finanzwetten kein glückliches Händchen: Er fuhr mit sogenannten Derivaten höhere Verluste ein, zudem sanken die Gewinne aus anderen Investments.

Gewinn über Erwartungen der Analysten

Der operative Gewinn der rund 80 direkten Tochterfirmen übertraf am Ende aber die Erwartungen der Analysten. Die B-Aktie – die sogenannte Baby-Berkshire – stieg nachbörslich ein knappes Prozent auf 86,20 Dollar. Die mit deutlich mehr Stimmrechten ausgestattete A-Aktie bewegten sich nicht mehr. Sie ist mit einem Stückpreis von rund 128 500 Dollar die teuerste Aktie der Welt.

Warren Buffett steht seit einem halben Jahrhundert an der Spitze von Berkshire Hathaway und hat aus dem unbedeutenden Textilhersteller eines der wertvollsten Unternehmen der Welt gemacht. Zu dem Imperium gehören auch große Aktienpakete an Konzernen wie Coca-Cola, IBM oder der Munich Re, der ehemaligen Münchener Rückversicherung.

Die Diagnose Prostatakrebs – wenn auch in einem frühen Stadium – hatte vor einigen Monaten die Diskussion um die Nachfolge des legendären Investors wieder hochkochen lassen. Buffett hält aber hinterm Berg, wer ihn einmal beerben soll.

Interne Kandidaten gibt es mehrere. Es sieht jedoch danach aus, dass die Macht aufgeteilt wird. Buffetts ältester Sohn Howard soll den Vorsitz des Verwaltungsrats übernehmen, des wichtigsten Firmengremiums. Bis jetzt macht Warren Buffett aber keine Anstalten, aufzuhören.

Quelle: dpa/cat
Quelle: dapd
10.06.12 0:50 min.
Ein Unbekannter hat sich in den USA einen inoffiziellen Ritterschlag ersteigert. Er bezahlt für ein Essen mit der Finanzlegende Warren Buffett umgerechnet schlappe 2,8 Millionen Euro.
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