07.01.2010, 08:07

Kundenranking Allianz-Berater bekommen die besten Noten

Foto: Allianz/lok

Mehr als 6000 Kunden haben über ihre Finanzberater abgestimmt. Dabei wurden Schulnoten für die Beratung errechnet. Nun steht die Rangfolge fest.

Gute Beratung ist schwer messbar. Das Internet-Bewertungs-Portal Whofinance.de versucht es jetzt mit Schulnoten. Exklusiv für Morgenpost Online hat Whofinance sämtliche bisherigen Online-Bewertungen von Bankkunden ausgewertet und eine Rangfolge erstellt. Auf Platz eins liegt demzufolge die Allianz, gefolgt von MLP und Quirin Bank. Weiter unten rangieren Postbank, HypoVereinsbank und Citibank.

Whofinance ist ein Internet-Portal, bei dem Kunden ausführliche Bewertungen über ihren Berater abgeben können. Dabei werden mehrere Kriterien abgefragt. Ausschlaggebend für die Platzierung in diesem Ranking war in erster Linie die Empfehlungsbereitschaft, also die Frage, ob Kunden einen bestimmten Berater weiterempfehlen würden. Es werden aber auch die Kompetenz und der gesamte Service bewertet. Unter dem Strich ergibt das eine Note.

Der Vorteil bei einer Bewertung über das Internet liegt in der schieren Datenmenge. Im Laufe der Zeit werden immer mehr Kunden über immer mehr Berater abstimmen und so ein relativ genaues Bild zeichnen - nach dem Motto "Die Mehrheit kann nicht falsch liegen". Logischerweise gibt es bei großen Anbietern auch eine große Zahl an Bewertungen - diese müssen aber nicht zwangsläufig positiv sein. So basiert die Gesamtnote für die Allianz auf lediglich rund 160 Bewertungen, die Quirin Bank dagegen mobilisierte fast 400 Kunden und liegt dennoch nur auf Platz drei.

Weitere Messungenauigkeiten, die fast jede Bewertung einer Beraterleistung mit sich bringt, dürften sich im Laufe der Zeit verringern, ist Whofinance-Gründer Mustafa Behan überzeugt: "Je mehr Bewertungen, desto genauer das Bild." Behan hat Whofinance 2007 gegründet - nach einem einschneidenden Erlebnis: "Ich war selbst Kunde einer Bank, bei der mein Berater wechselte. Hinterher musste ich feststellen, dass mir beide Mitarbeiter zwei völlig unterschiedliche Angebote gemacht hatten."

Behans Team sammelt die Kundenbewertungen und prüft jede einzelne auf Plausibilität. Sogar die IP-Adresse des Computers, von dem aus die Bewertung geschickt wurde, wird gecheckt, um zu verhindern, dass die Finanzinstitute ihre eigenen Mitarbeiter zu Pseudo-Bewertungen aufrufen können. Kunden auf der anderen Seite können sich auch ausführlich Urteile über einzelne Berater über eine Suchfunktion anzeigen lassen.

Wie ein Finanzberater muss allerdings auch Whofinance Geld verdienen. Und so erhält die Plattform eine Vermittlervergütung - immer dann, wenn einem Nutzer der Plattform eine Bewertung so gut gefallen hat, dass er zu einem neuen Berater wechselt.

(fab/dma)
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