Software
Microsoft passt seine Prognose der Krise an
Der Software-Riese Microsoft hat seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal leicht gesteigert. Das Unternehmen verdiente zwischen Juli und September 4,37 Milliarden Dollar. Der Ausblick auf das aktuelle Quartal fiel zwar schwächer als erwartet aus, doch der Aktienkurs legte zu. Offenbar hatten Investoren mit einer schlimmeren Prognose gerechnet.
Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft hat seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal gesteigert und die Erwartungen der Analysten übertroffen. Zudem senkte der Konzern aufgrund der schwächelnden Konjunktur zwar seine Prognosen für das Gesamtjahr, aber nicht so deutlich wie von vielen Experten erwartet. Die Microsoft-Aktie reagierte zunächst mit nachbörslichen Kurszuwächsen auf die Nachrichten, gab die Gewinne später jedoch wieder ab.
Besonders gut lief das Geschäft bei langfristigen Verträgen mit Firmenkunden, wo es einen 20-prozentigen Zuwachs gab. Davon profitierten die Sparten, die Software für Server sowie die Büroanwendung Office verkaufen. Dagegen sank der Gewinn beim Betriebssystem Windows um 4 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro. Microsoft führte die auf höhere Werbekosten zurück. So wurde neulich eine große Kampagne für das Produkt aufgelegt.
Ein Verlustbringer ist nach wie vor die Onlinesparte: Der Konzern verlor in dem Bereich 480 Millionen Dollar und damit deutlich mehr als vor einem Jahr, als das Minus nur 270 Millionen betrug.
Der Reingewinn im ersten Quartal (per Ende September) stieg um zwei Prozent auf 4,37 Milliarden Dollar oder 48 Cent pro Aktie. Der Umsatz legte um neun Prozent auf 15,06 Milliarden Dollar zu. Analysten hatten im Durchschnitt einen Gewinn von 47 Cent je Aktie bei 14,8 Milliarden Dollar Umsatz erwartet.
Im September habe es eine Abschwächung der Nachfrage gegeben, was sich im Oktober fortgesetzt habe, erklärte der Konzern. Die Schwäche werde wohl bis zum Ende des Geschäftsjahres per Ende Juni 2009 anhalten.
Für das Gesamtjahr schraubte der Microsoft seine Schätzungen herunter. Der Konzern rechnet nun noch mit einem Gewinn je Aktie von 2,00 bis 2,10 Dollar bei einem Umsatz von 64,9 bis 66,4 Milliarden Dollar. Zuvor war das Unternehmen von einen Ergebnis je Aktie von 2,12 bis 2,18 Dollar und Umsätzen von 67,3 bis 68,1 Milliarden Dollar ausgegangen. "Wir gehen nun etwas konservativer vor", sagte Finanzchef Chris Liddell. "Das ist auch angebracht angesichts der Nachrichten, die wir aus den Märkten bekommen."
Führende Manager des Konzerns hatten in den vergangenen Wochen wiederholt erklärt, Microsoft sei gegen sinkende Ausgaben bei Verbrauchern und Unternehmen nicht immun. Sie hatten aber bekräftigt, die Ausrichtung des Konzerns ermögliche es, dem Abschwung in der Branche besser zu meistern als die Rivalen.

















