Axel Springer AG
Datenleck bei Anzeigenblatt
Im September sind über die Hamburger Anzeigenblatt-Tochter WBV Wochenblatt Verlag der Axel Springer AG sensible persönliche Daten von Anzeigenkunden über das Internet kurzfristig abrufbar gewesen. Per einfacher Google-Suche hätten sich von Kunden, die anonyme Chiffre-Anzeigen, etwa in der Rubrik "Heiraten und Bekanntschaften", geschaltet haben, Datensätze mit Namen, Anschrift, Handynummer und den Kontodaten einsehen lassen. Inzwischen sei das Leck geschlossen, und die Kundendaten seien nicht mehr einsehbar, teilte Springer mit. Andere Zeitungstitel des Verlages Axel Springer, wie Bild, Welt und die Berliner Morgenpost, seien nicht betroffen gewesen, da der Wochenblatt Verlag eine eigene IT habe, bei der ein Programmierfehler aufgetreten sei, betonte Springer-Sprecher Dirk Meyer-Bosse. "Wir bedauern den Vorfall außerordentlich." Der Datenschutzbeauftragte von Axel Springer hatte unverzüglich die Hamburger Behörden von sich aus von dem Vorfall informiert.
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