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Zukunft

Die Angst der Deutschen vor dem Ruin

Die Preise für Lebensmittel, Benzin und Energie steigen und steigen. Laut "Deutschlandtrend" schränken die Bürger ihren Konsum deshalb gravierend ein. Sie verzichten auf Urlaub und tragen ihre Kleidung länger. 85 Prozent der Deutschen macht die Entwicklung der Preise regelrecht "Angst".

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Deutschlandtrend Juli
Foto: Infografik Morgenpost Online
Fast die Hälfte der Deutschen blickt laut ARD-Deutschlandtrend pessimistisch in die Zukunft: 46 Prozent glauben, dass es ihnen in zehn Jahren schlechter geht als heute - das sind 3 Prozentpunkte mehr als im Vormonat.

Ob an den Zapfsäulen der Tankstellen oder in den Kühlregalen der Supermärkte: Alles wird teurer. Die meisten Deutschen müssen sich wegen der gestiegenen Lebensmittel- und Energiepreise drastisch einschränken. Mehr als die Hälfte der Bundesbürger spart dem "Deutschlandtrend" von ARD und Morgenpost Online zufolge beim Autofahren, fast jeder Zweite sogar bei Lebensmitteln. Auch neue Kleidung und Urlaube sind mittlerweile bei einem Drittel der Bevölkerung auf der Streichliste. Fast die Hälfte der Befragten erwartet, dass die eigene wirtschaftliche Situation in zehn Jahren schlechter sein wird als heute.

Was als Ärgernis über leicht gestiegene Kosten begann, wird jetzt zum ernsten Problem: 85 Prozent der Deutschen macht die Entwicklung der Preise "Angst". Sie sind verunsichert, wenn sie im Fernsehen von explodierenden Ölpreisen und abstürzenden Weltbörsen hören. Zwei Drittel sind sich mittlerweile nicht mehr sicher, wie sie ihr Leben künftig bezahlen sollen.

Vor allem Geringverdienern und mittelständischen Unternehmen macht die Kostenexplosion zu schaffen. Erste Firmen gingen wegen der gestiegenen Benzin- und Dieselpreise in Konkurs. Mehr als zwei Drittel der Deutschen haben sich wegen der anhaltenden Inflation in den vergangenen Monaten bewusst dafür entschieden, lieber Geld zu sparen als es auszugeben – sofern etwas zum Sparen übrig war. Denn die Hälfte der Befragten kann in ihrem Haushaltsplänen keine Posten mehr aufspüren, bei denen sich die Ausgaben noch senken ließen.
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Die gestiegenen Preise für Energie schlagen auch auf die politische Meinungsbildung durch: 61 Prozent wollen der Umfrage zufolge Atomkraftwerke länger laufen lassen, wenn dadurch die Strompreise sinken würden. Die Tatsache, dass im Jahr 2007 noch 57 Prozent den Atomausstieg befürworteten, zeigt wie dramatisch die Veränderungen durch die Inflation tatsächlich sind.

Den kompletten Deutschlandtrend finden Sie hier.

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