Umfrage
Berliner knausern beim Sommerurlaub
Mittwoch, 2. Juli 2008 18:54 - Von Lina PanitzIn zwei Wochen fangen die Sommerferien an. Für die meisten Berliner wird der diesjährige Urlaub jedoch weniger luxuriös als im vergangenen Jahr ausfallen. Sie wollen im Schnitt 100 Euro weniger ausgeben. Am wenigsten haben die Lichtenberger dafür übrig, die Reinickendorfer am meisten.

Die Berliner schnallen den Gürtel bei Urlaubsreisen enger und planen diesen Sommer pro Person 100 Euro weniger auszugeben als 2007. Während das Reisebudget im vergangenen Jahr noch bei 1038 Euro pro Person lag, wollen die Berliner im laufenden Jahr nur noch 929 Euro investieren. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Umfrage der InfoGmbH für die Berliner Sparkasse, die Morgenpost Online exklusiv vorliegt.
So wichtig, dass sie dafür Schulden machen würden, ist den Berlinern ihr Sommerurlaub nicht. Für die Mehrheit kommt ein Urlaub auf Pump nicht infrage, nur weniger als ein Prozent der Hauptstädter finanzieren ihren Urlaub mithilfe eines Ratenkredites. Ein Drittel der Berliner bezahlt die Reisekosten mit Erspartem, immerhin ein Viertel ist in der Lage, den Urlaub aus den laufenden Einkünften zu bestreiten. Eine Finanzspritze von Familienangehörigen oder Freunden nehmen nur vier Prozent der Befragten in Anspruch.
Bei der Planung der alljährlichen Urlaubsreise kommt es nicht nur auf das Budget, sondern auch auf das geeignete Zahlungsmittel vor Ort an. „Uns hat gefreut, dass die Berliner auf einen ausgewogenen Mix aus Bargeld, Kredit- und Maestro-Karte setzen. Damit fahren sie sicherlich am besten“, sagt Bankerin Klein.
So wollen die Berliner knapp die Hälfte ihrer Ausgaben im Urlaubsort mit Bargeld bezahlen, rund 20 Prozent mit EC-Karte und 14 Prozent mit Kreditkarte. „Das geeignete Zahlungsmittel hängt von der Art der Reise ab. Bei einem Pauschalurlaub innerhalb Europas reicht in der Regel eine EC-Karte aus, da vieles schon vorab bezahlt wurde“, rät Kerstin Backofen, „Finanztest“-Redakteurin.
Dennoch sollten Urlauber, die eine Kreditkarte besitzen, diese auf jeden Fall mitnehmen, da es immer wichtig sei, ein zweites Zahlungsmittel zu haben, falls eins verloren geht. „Zudem sollten Urlauber nur einen kleinen Bargeldbetrag mitnehmen. Den Rest sollten sie besser erst im Urlaubsland tauschen, der Umtauschkurs ist dort in der Regel deutlich besser“, sagt Finanzexpertin Backofen.
Viele Berliner müssen sich jedoch gar nicht mit Umtauschkursen oder Auslandseinsatzgebühren von Bezahlkarten beschäftigen, da ihr beliebtestes Reiseziel Deutschland ist. 18 Prozent der Hauptstädter wollen ihren Sommerurlaub in der Heimat verbringen. Rund neun Prozent der Befragten zieht es dieses Jahr in die Ferne außerhalb Europas, für die klassischen Ziele Spanien und Italien entscheiden sich immerhin noch rund sechs Prozent.
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