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Fluggesellschaft

Air Berlin spart Flugzeuge, Strecken, Stellen ein

Air Berlin, Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft, schlägt einen strikten Sparkurs ein: Das Unternehmen mustert Flugzeuge aus, streicht Verbindungen und schließt die Verwaltung der Tochter dba. Grund: die hohen Treibstoffkosten.

Air Berlin
Foto: DDP
Hoher Treibstoffkosten zwingen Air Berlin zu einem strikten Sparkurs

Weil das Kerosin so teuer geworden ist, geht Air Berlin mit Beginn des Winterflugplanes auf Sparkurs. Nach Angaben des Unternehmens werden 14 Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge ausgemustert, laut Unternehmensangaben vor allem ältere Modelle, die einen besonders hohen Treibstoffverbrauch pro Sitzplatz haben.

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Die Langstreckenflotte wird um vier Großraum-Jets vom Typ Airbus A330 reduziert. Drei davon sollen künftig auf Mittelstrecken fliegen, die vierte Maschine dient als Ersatz und bei Wartungsarbeiten und soll und Gäste zu Kreuzfahrt-Schiffen rund um den Globus bringen. Außerdem streicht Air Berlin Flüge. Insgesamt wird die Kapazität um zehn Prozent reduziert – weil aber bei den Langstreckenflügen mehr gestrichen wird, liegt die Kapazitätsreduzierung dort bei 30 Prozent.

Die erst Anfang 1. Mai aufgenommenen Verbindungen nach Peking und Shanghai werden im Winter ausgesetzt. Hauptgrund dafür seien die noch immer ungeklärten Überflugrechte für Russland, sagte Air Berlin-Chef Joachim Hunold: "Wenn wir über die längere Südroute fliegen müssten, würde sich das beim derzeitigen Kerosinpreis nicht mehr rechnen."

Außerdem fördern laut Hunold "die von China im Vorfeld der Olympischen Spiele verschärften Visa-Bestimmungen nicht gerade die Reiselust ins Reich der Mitte", heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Ob die Verbindungen später wieder aufgenommen werden, ist noch offen.

Vom Winter an fliegt Air Berlin auch nicht mehr von Düsseldorf nach New York; auf den Strecken nach Kapstadt, Windhoek und Bangkok fliegt die Fluglinien weniger oft – und nach Mauritius und Sri Lanka gar nicht mehr. Verstärkt werden dagegen die Flugverbindungen nach Florida (Miami und Fort Myers), Cancun (Mexiko), Male (Malediven) und Montego Bay (Jamaika); neu ins Programm aufgenommen wird eine Verbindung zu den Azoren.

Schließlich wird Ende Oktober wird die in München ansässige Verwaltung der Air Berlin-Tochter dba aufgelöst. Dort sind derzeit noch 52 Mitarbeiter tätig, für die Sozialplan erstellt wird. Die dba wird künftig auch von Berlin aus verwaltet.dino

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