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Börse in Frankfurt

Anleger verunsichert nach Ärger um US-Gesundheitsreform

Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX).

Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX).

Foto: dpa

Frankfurt/New York. Politische Turbulenzen in Washington haben die Stimmung an den internationalen Finanzmärkten zum Wochenstart belastet. Zweifel an der Durchsetzungsfähigkeit des US-Präsidenten Donald Trump nagten am Optimismus der Anleger.

Sie zogen sich nach dem vorläufigen Scheitern der Gesundheitspläne der US-Regierung aus riskanteren Anlagen wie Aktien zurück. Dafür profitierten die als sicher geltenden Staatsanleihen sowie Gold. Der US-Dollar stand unter Druck.

Die Wall Street hatte bereits vor dem Wochenende enttäuscht reagiert. Dem wohl bekanntesten Aktienindex der Welt, dem Dow Jones Industrial, brockte das letztendlich das größte Wochenminus seit der Wahl von Trump ein. Auch an den Börsen in Deutschland reagieren die Anleger zunehmend ernüchtert. Der Leitindex Dax sank am Montag um die Mittagszeit 0,73 Prozent auf 11 976,54 Punkte und entfernte sich damit wieder von der runden Marke von 12 000 Punkten.

"Bei 12 000 Punkten scheint im Dax nun erst einmal der Deckel drauf", sagte Marktanalyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets. Er stellte auch auf den stärkeren Euro ab, der sich in den kommenden Wochen als schwerer Bremsklotz für den Dax erweisen könnte. Für den Index der mittelgroßen Unternehmen MDax ging es um 0,91 Prozent auf 23 327,71 Zähler bergab und der Technologiewerte-Index TecDax sank um 0,75 Prozent auf 1988,22 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor rund ein halbes Prozent.

Am Freitag war es der US-Regierung unter Trump zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage nicht gelungen, ihre Gesundheitspläne durch das Parlament zu bringen. Die Reform war eines der größten Wahlversprechen Trumps. Sie sollte Teile der Reform seines Vorgängers Barack Obama (Obamacare) rückgängig machen. Allerdings konnte Trump im Repräsentantenhaus keine eigene Mehrheit auf die Beine stellen.

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