Berlin/Quay Valley –

Passagiere sollen in Vakuumröhre reisen

Ein Deutsch-Amerikaner will die Transport-Vision des Tesla-Gründers und Chef Elon Musk umsetzen: das Menschen-Rohrpost-System Hyperloop, das mit Transportkapseln im Vakuum funktioniert

Berlin/Quay Valley –.  Der gebürtige Berliner Dirk Ahlborn, Gründer der Firma Hyperloop, will 2016 mit dem Bau einer acht Kilometer langen "Hyperloop"-Strecke in der kalifornischen Reißbrettstadt Quay Valley beginnen. Schon 2018 sollen dann Menschen in der (Fast-)Vakuumröhre transportiert werden, sagte Ahlborn der Morgenpost am Rande der Berliner Technologie-Konferenz Tech Open Air. Die Kosten für das Projekt beziffert er auf 150 Millionen Dollar. Das nötige Land habe eine Kommune der Firma geschenkt.

Das Konzept stammt vom Multimilliardär Elon Musk, der die Elektroauto-Firma Tesla und das Raumfahrtunternehmen SpaceX gegründet hatte. Bei Hyperloop sollen elektrisch getriebene Transportkapseln auf einem dünnen Luftpolster in fast luftleeren Röhren schnell, effizient und umweltfreundlich gleiten. Die Reisegeschwindigkeit soll – je nach Streckenlänge bei 300 bis 1500 Kilometer pro Stunde liegen. Ahlborn will Musks Konzept zunächst auf einer kurzen Strecke realisieren.

Derzeit sammelt er Geld bei Wagniskapitalgebern ein und setzt auf ein Mix aus Crowdsourcing und Crowdfunding, also Aufgabenteilung und Einsammeln von Geld via Internet. Das Kernteam bestehe aus 400 Mitarbeitern aus 21 Ländern, die gegen Aktienoptionen für das Projekt arbeiteten – von Studenten bis Nasa-Wissenschaftlern. Auch große Industrieunternehmen beteiligten sich am Bau. Daneben brächten sich 10.000 bis 20.000 Freiwillige gegen Unternehmensbeteiligungen mit Ideen ein. Die Vehikel sollen einmal alle US-Großstädte verbinden. Zu den größten technischen Herausforderungen gehören die für Passagiere unkomfortable Beschleunigung und Bremsvorgänge auf Kurzstrecken und der Übergang vom Fast-Vakuum zu den Bahnhöfen mit Normaldruck.

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