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16.02.12

Kleinstwagen

Volkswagen plant neues Billigmodell für Asien

Der Autobauer Volkswagen arbeitet einem Medienbericht zufolge an einem neuen preiswerten Kleinstwagen – vor allem für die aufstrebenden Märkte wie Indien und China

© dapd/DAPD
Volkswagen legt beim Verkauf von Nutzfahrzeugen weiter zu

Europas größter Autobauer Volkswagen arbeitet einem Bericht zufolge an einem neuen Kleinstwagen vor allem für die aufstrebenden neuen Automärkte wie Indien und China. Das Modell solle rund 20 Prozent weniger kosten als die erst vor kurzem eingeführte neue Kleinstwagenfamilie Up, berichtete das "Manager Magazin" in seiner neuen Ausgabe (Freitag). Das neue Fahrzeug sei als Einstiegsmodell für die wachsenden Märkte gedacht, hieß es unter Berufung auf Konzernkreise.

Das intern als "Budget Car" bezeichnete Auto solle auf Kunden der anschwellenden Mittelschicht in diesen Ländern zugeschnitten werden. Zu dem Magazinbericht sagte ein VW-Sprecher, Volkswagen prüfe fortlaufend mögliche Marktchancen in zusätzlichen neuen Segmenten. Entscheidungen seien aber noch nicht gefallen.

Der Up ist bislang das kleinste und billigste von VW angebotene Auto. Der Kleinwagensektor wächst und gilt als ein entscheidender Faktor für den Erfolg auf den internationalen Automärkten. VW will dort bis spätestens 2018 zur Nummer eins aufsteigen. In Deutschland wird der VW-Up ab knapp unter 10 000 Euro angeboten. Von der Modellfamilie sollen aber auch bei den Töchtern Skoda und Seat Varianten angeboten werden, die voraussichtlich weniger kosten dürften als der VW-Up.

Für die Entwicklung vor allem in den asiatischen Wachstumsmärkten hatte Volkswagen auch auf die Kooperation mit dem Partner Suzuki und dessen Kleinwagenkompetenz gesetzt. Doch seit die Partnerschaft geplatzt ist und die Japaner versuchen, den 20-Prozent-VW-Anteil an Suzuki mit allen Mitteln loszuwerden, setzt VW offenbar verstärkt auf eigene Anstrengungen.

Nach dem Bericht des "Manager Magazins" wird das Projekt "Budget Car" bei VW geleitet von dem früheren Opel-Chef Hans Demant, der auch die Zusammenarbeit mit dem Suzuki-Konzern koordiniert hatte. Im Frühjahr solle Demant dem Vorstand Ergebnisse präsentieren. Die Unternehmensspitze werde dann entscheiden, ob das Projekt realisiert werden solle.

Quelle: dpa/nbo
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