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07.02.12

Lebensmittel

Foodwatch verklagt Unilever wegen Becel-Margarine

Die Margarine Becel Pro. Activ habe keine Nebenwirkungen, behauptet der Hersteller. Das Gegenteil sei der Fall, sagt Foodwatch und reicht Klage ein.

Amin Akhtar

Das teurere "Harry"-Brot (r.) unterscheidet sich in der Aufmachung kaum von seinem billigeren Produkt-Zwilling.

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Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat den Nahrungsmittelkonzern Unilever wegen dessen Aussagen zu der angeblich den Cholesterinspiegel senkenden Margarine Becel Pro. Activ verklagt.

Foodwatch habe beim Landgericht Hamburg eine Unterlassungsklage gegen Unilever eingereicht, teilte die Organisation in Berlin mit. Diese richtet sich demnach gegen die unter Berufung auf Wissenschaftler getroffene Aussage des Konzerns, dass es bei der Margarine "aus wissenschaftlicher Sicht keinen Hinweis" auf Nebenwirkungen gebe.

Die Verbraucherorganisation erklärte dagegen, die der Margarine zugesetzten Pflanzensterine seien unter Experten höchst umstritten. Sie stünden im Verdacht, "genau das zu verursachen, was sie eigentlich verhindern sollen: nämlich Ablagerungen in Gefäßen und ein erhöhtes Risiko für Herzkrankheiten". Mit der Klage wolle Foodwatch verhindern, dass Unilever bedenkliche Risiken und Nebenwirkungen seiner cholesterinsenkenden Margarine verschleiere.

"Die Behauptung, es gebe keine Hinweise auf Nebenwirkungen, ist absolut haltlos", kritisierte Foodwatch-Experte Oliver Huizinga. Kritische wissenschaftliche Stimmen und ernst zu nehmende Hinweise auf Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Pflanzensterinen blende der Konzern einfach aus.

Foodwatch hatte bereits im November gefordert, Becel Pro.Activ wegen möglicher Gesundheitsrisiken nicht in Supermärkten zu verkaufen. Unilever hatte die Vorwürfe damals als falsch und irreführend zurückgewiesen.

Gesundheitliche Risiken durch das Produkt seien nicht bekannt, Unilever sei von dessen Sicherheit überzeugt. "Sollten wir Zweifel an der Produktsicherheit haben, würden wir die Becel Pro.Activ-Produkte nicht weiter vertreiben", teilte der Konzern in Hamburg damals mit.

Quelle: AFP/woz
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