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27.01.12

Drogeriemarkt

Pampers-Nachschub bei Schlecker ist gesichert

Bei der insolventen Drogeriemarktkette Schlecker wird es wieder langfristig Windeln und Waschmittel geben. Man habe sich mit Zulieferer "Procter & Gamble" geeinigt.

© picture-alliance / dpa/dpa
Procter & Gamble liefert wieder Windeln und andere Produkte an Schlecker
Procter & Gamble liefert wieder Windeln und andere Produkte an Schlecker

Die insolvente Drogeriekette Schlecker kann einen weiteren Zwischenerfolg verbuchen: Der Nachschub an Pampers-Windeln, Ariel-Waschmittel und Gillette-Rasierern ist wieder gewährleistet.

Der US-Konsumartikel-Riese Procter & Gamble nimmt die Belieferung von Schlecker nach Verhandlungen mit Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz wieder auf, wie der Einzelhändler mitteilte. Die Bestellungen des Insolvenzverwalters sind für Lieferanten nahezu risikolos, weil sie vorrangig bezahlt werden.

"Vor allem durch die Konzentration auf Markenprodukte ist und bleibt Schlecker für uns ein wichtiger Absatzkanal", sagte der Geschäftsführer von Procter & Gamble, Franz-Olaf Kallerhoff.

Nach dem am Montag gestellten Insolvenzantrag hatten mehrere Hersteller und Großhändler die Belieferung von Schlecker gestoppt, weil sie um die Bezahlung ihrer Rechnungen befürchteten. Bereits vor der Insolvenz hatten größere Lücken in vielen Regalen geklafft.

Am Donnerstag hatte sich der Insolvenzverwalter bereits mit dem wichtigsten Lieferanten, dem Einkaufsverbund Markant, über die Wiederaufnahme der Lieferungen geeinigt. Über Markant bezieht Schlecker mehr als drei Viertel seiner Waren. "Schlecker geht davon aus, dass auch die weiteren Geschäfts- und Industriepartner in Kürze die reguläre Zusammenarbeit wieder aufnehmen werden", erklärte Geiwitz.

Schlecker teilte weiter mit, der Regelgeschäftsbetrieb sei am Donnerstag weitergeführt worden. Die Drogeriemarktkette strebt den Erhalt des Unternehmens, eines großen Teils der Filialen und damit auch der Arbeitsplätze an und beantragte daher die sogenannte Planinsolvenz. Damit können Gesellschafter und Management weiter über das Unternehmen bestimmen.

Quelle: rtr/AFP/APD/toto
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