Abonnenten-Login Serviceangebote der Berliner Morgenpost Specials der Berliner Morgenpost
12.01.12

Großauftrag

Siemens baut Gasturbinen für die Wüste

Siemens hat einen Großauftrag aus Saudi-Arabien erhalten: Für knapp 790 Millionen Euro liefert der Konzern Gasturbinen, Dampfturbinen und Generatoren für ein hochmodernes Kraftwerk in der Wüste.

© Siemens AG
Siemens: Im Berliner Gasturbinenwerk kontrollieren Mitarbeiter in einer Montagehalle die Schaufelräder einer Turbine
Siemens: Im Berliner Gasturbinenwerk kontrollieren Mitarbeiter in einer Montagehalle die Schaufelräder einer Turbine

Das Berliner Gasturbinenkraftwerk von Siemens hat einen Großauftrag an Land gezogen. Für mehr als eine Milliarde Dollar (787 Millionen Euro) liefert der Konzern ein Dutzend Gasturbinen, sechs Dampfturbinen und 18 Generatoren nach Saudi-Arabien, wie Siemens am Mittwoch mitteilte. Zudem habe der Abnehmer Samsung C&T einen langfristigen Wartungsvertrag mit dem Konzern abgeschlossen.

Das Kraftwerk Qurayyah, das im Osten Saudi-Arabiens entsteht, soll eine Leistung von 4000 Megawatt erreichen und wird unter der Führung der saudischen ACWA Power für insgesamt 2,8 Milliarden Dollar gebaut. Konsortialpartner sind die koreanische Samsung und ein Regionalfonds internationaler Banken, die künftig gemeinsam als unabhängiger Anbieter Strom für das Königreich verkaufen wollen. Geplant ist, dass die Anlage 2014 ans Netz geht.

Für den Auftrag hat Siemens Schützenhilfe aus den USA erhalten, wo zehn der zwölf Gasturbinen sowie die Generatoren gebaut werden sollen. Die staatliche Ex-Im-Bank stellte den Saudis zur Finanzierung des Projekts einen Kredit über 638 Millionen Dollar zur Verfügung. Das Darlehen unterstütze Präsident Barack Obamas Jobprogramm, sagte Bankchef Fred Hochberg. In seinem Gasturbinenwerk im Bundesstaat North Carolina will Siemens 825 neue Arbeitsplätze schaffen. Zwei Gasturbinen entstehen im Berliner Siemens-Werk, die Dampfturbinen in Mülheim an der Ruhr.

Siemens habe im Rennen um den Auftrag den US-Rivalen GE sowie japanische und koreanische Konkurrenten ausgestochen, sagte US-Landeschef Randy Zwirn. Auf Bestellungen von Energietechnik aus Saudi-Arabien ist Siemens besonders stolz: Der Ölstaat galt noch bis vor Kurzem als Stammkunde von GE. Anfang 2011 brachen die Münchner erstmals die Dominanz der Amerikaner und erhielten einen Auftrag über zwölf Gas- und fünf Dampfturbinen sowie Anlagen zur Meerwasserentsalzung von einem arabisch-chinesischen Konsortium. Zugleich hatte Siemens angekündigt, auf "Drängen" der Monarchie vor Ort ein Gasturbinenwerk aus der Wüste zu stampfen.

Die Siemens-Gasturbinen werden am Siemens-Standort in Moabit entwickelt und größtenteils dort auch gebaut. In dem Berliner Werk arbeiten rund 3500 Beschäftigte.

Quelle: dpa/hev
Leser-Kommentare
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Top-Thema
Besucher testen neue Achterbahn im Belantis Park
Achterbahn im freien Fall

Immer rasanter: Neue Bahnen versprechen Schwerelosigkeit.

Video Nachrichten mehr
Assad-Regime Opferzahl nach Angriffen in Syrien steigt
Mitte Polizei sucht mit Bildern nach Angreifer vom Alex
Ausflugswetter Viel Sonne versüßt Deutschen das Pfingstfest
Käufersuche Eine Woche Galgenfrist für Schlecker
 
PromoTeaser_img.jpg
Urlaub an der See

Aktuelle Reisetipps für Ihren nächsten Deutschlandurlaub.mehr

Sommerkoll-klein.png
Sommer Trends

Lindner - Das sind die Sommer Trends 2012!mehr

bio10_onsite-teaser.jpg
Netzwerker

Für eine moderne Energieversorgung in Berlinmehr

 
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Blücherplatz

Karneval der Kulturen mit Straßenfest eröffnet

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

DFB-Bundesgericht

Hertha kämpft gegen Sturz in die Zweite Liga

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote