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22.12.11

Metallindustrie

Langzeit-Zahler sollen früher in Rente gehen dürfen

Seltene Einigkeit in der Metallindustrie: Arbeiter, die früh in den Beruf gestartet sind, sollen Sonderrechte bei der Rente mit 67 bekommen.

© dpa
Ein Anstecker der IG Metall gegen die von der Bundesregierung geplante Rente mit 67: Trotz der Proteste startet die Einführung im kommenden Jahr
Ein Anstecker der IG Metall gegen die von der Bundesregierung geplante Rente mit 67: Trotz der Proteste startet die Einführung im kommenden Jahr

Der IG-Metall-Vorsitzende Berthold Huber und Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser haben sich für flexiblere Übergänge in die Rente mit 67 ausgesprochen. "Wir brauchen einen abschlagsfreien Rentenzugang für Arbeitnehmer, die langjährig versichert waren und gearbeitet haben", sagte Huber der "Süddeutschen Zeitung".

Warum solle jemand, der mit 15 oder 16 zu arbeiten begonnen hat , ebenso bis 67 arbeiten müssen wie jemand, der erst mit Ende 20 ins Erwerbsleben eingetreten sei, kritisierte er. Metall-Arbeitgeberpräsident Kannegiesser sagte: "Es muss Möglichkeiten geben, vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter auszusteigen – oder auch länger zu arbeiten. Die Frage ist, wie sich ein früherer Ausstieg finanzieren lässt."

Zu Beginn des neuen Jahres startet die schrittweise Einführung der Rente mit 67 . Das gesetzliche Rentenalter wird dann in 18 Schritten bis zum Jahr 2029 von derzeit 65 auf 67 Jahre angehoben.

Huber zeigte sich überzeugt, dass für viele Arbeitnehmer die längere Regelaltersgrenze gar nicht infrage kommt. Viele Menschen seien "nach 40 Jahren Maloche" kaputt .

"Ein Drittel der Beschäftigten in der Industrie scheidet aus medizinischen Gründen vorzeitig aus." Kannegiesser rechnet hingegen damit, dass die Welt in 15 Jahren anders aussieht. "Die Berufsbilder ändern sich. Wir haben eine andere Lebenserwartung. Die Arbeitnehmer bleiben länger gesund", sagte er.

Quelle: dpa/cat
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