Abonnenten-Login Serviceangebote der Berliner Morgenpost Specials der Berliner Morgenpost
29.11.11

Finanzieller Engpass

Bundesdruckerei braucht Millionenhilfe vom Staat

Der Staat muss die Bundesdruckerei mit 260 Millionen Euro stützen. Sonst drohen Ausfälle bei der Herstellung von Pässen und Banknoten.

© picture-alliance / dpa
Die Bundesdruckerei in Berlin: Sie ist für die Herstellung von Ausweisdokumenten, Briefmarken und Banknoten zuständig
Die Bundesdruckerei in Berlin: Sie ist für die Herstellung von Ausweisdokumenten, Briefmarken und Banknoten zuständig

Der Bund will die Bundesdruckerei in Berlin noch in diesem Jahr mit einer Finanzspritze von 260 Millionen Euro stützen. Mit dem Geld will die Regierung bei dem staatlichen Hersteller von Banknoten, Reisepässen und Personalausweisen die Investitions- und Kreditfähigkeit erhalten. Das geht aus einer Vorlage des Bundesfinanzministeriums für den Haushaltsausschusses des Bundestages hervor, über die am Mittwoch entschieden werden soll.

Zudem verhandeln der Vorlage zufolge Geschäftsführung und Arbeitnehmer über mehr Flexibilität in Haustarifverträgen, um Personalkosten zu sparen. Die Bundesdruckerei selbst strebe Einsparungen von rund 15 Millionen Euro in diesem Jahr an.

Die Kapitalerhöhung durch den Bund wird als dringend beschrieben. Angesichts der Unterschreitung der Planung für das Geschäftsjahr 2011 und nicht freigegebener Investitionskredite durch Banken "ist unverzügliches Handeln geboten", heißt es in der Vorlage.

"Andernfalls könnte der Bund den ihm obliegenden sicherheitsrelevanten Aufgaben nicht mehr nachkommen." Neben der Kapitalerhöhung durch den Bund wollten auch Banken, Arbeitnehmer sowie das Unternehmen einen Beitrag leisten. Banken hätten nach Darstellung des Unternehmens die Bereitschaft gezeigt, "künftig ein Kreditregime zu vereinbaren, das der neuen Bilanzstruktur Rechnung trägt".

Die Bundesdruckerei produziert neben Ausweisen und Pässen auch den Führerschein sowie Banknoten und Briefmarken. Das Unternehmen war im Jahr 2000 zunächst für gut eine Milliarde Euro an ein privates Konsortium verkauft und später wieder verstaatlicht worden. Seit Oktober 2009 ist der Bund wieder Alleineigentümer. Belastungen hätten sich unter anderem aus geringeren Absatzzahlen beim neuen elektronischen Personalausweis , dem Wegfall eines Banknotenauftrags durch die Bundesbank und durch geringere Auslandsumsätze ergeben.

Das Unternehmen arbeitet den Angaben zufolge aber operativ profitabel und erzielt Renditen über dem Branchendurchschnitt. Die Bilanz sei jedoch durch hohe Fremdkapitalpositionen der Vergangenheit belastet.

Quelle: dpa/cat
Leser-Kommentare
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Top-Thema
Besucher testen neue Achterbahn im Belantis Park
Achterbahn im freien Fall

Immer rasanter: Neue Bahnen versprechen Schwerelosigkeit.

Video Nachrichten mehr
Assad-Regime Opferzahl nach Angriffen in Syrien steigt
Mitte Polizei sucht mit Bildern nach Angreifer vom Alex
Ausflugswetter Viel Sonne versüßt Deutschen das Pfingstfest
Käufersuche Eine Woche Galgenfrist für Schlecker
 
PromoTeaser_img.jpg
Urlaub an der See

Aktuelle Reisetipps für Ihren nächsten Deutschlandurlaub.mehr

Sommerkoll-klein.png
Sommer Trends

Lindner - Das sind die Sommer Trends 2012!mehr

bio10_onsite-teaser.jpg
Netzwerker

Für eine moderne Energieversorgung in Berlinmehr

 
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Blücherplatz

Karneval der Kulturen mit Straßenfest eröffnet

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

DFB-Bundesgericht

Hertha kämpft gegen Sturz in die Zweite Liga

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote