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21.11.11

Wolfgang Schäuble

"Ich versuche immer, nicht die Unwahrheit zu sagen"

Finanzminister Schäuble wehrt sich gegen Vorwürfe, den Bürgern nicht immer die Wahrheit über die Krise zu sagen. Manchmal sei es besser, einfach "nichts zu sagen."

WELT ONLINE Infografik

... Deutschland und Spanien,...

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Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat die Entschlossenheit der Bundesregierung bekräftigt, die gemeinsame europäische Währung in der Schuldenkrise zu verteidigen. "Wir werden den Euro nicht auseinanderbrechen lassen", sagte Schäuble der "Sächsischen Zeitung".

Es gehe darum, die "Grundlagen unseres Wohlstandes" zu verteidigen. Untergangsszenarien und Katastrophengerede seien sachlich nicht begründet. "Ich hoffe und gehe davon aus, dass es uns gelingen wird, die Euro-Zone zu stabilisieren", sagte der CDU-Politiker.

Schäuble wehrte sich gegen den Vorwurf, den Bürgern in der Schuldenkrise nicht immer die ganze Wahrheit zu sagen: "Ich versuche immer, wirklich immer, nicht die Unwahrheit zu sagen." Als Finanzminister sollte man aber nicht zu jedem Zeitpunkt immer alles sagen. "Ich versuche gegebenenfalls, nichts zu sagen. Und zwar möglichst ohne weiteren Spielraum zur Interpretation von 'nichts' zu lassen", erklärte der Minister. Darüber hinaus halte er sich an die Devise: "Man muss nicht zu allem ständig seinen Senf dazu geben."

Die Schuldenkrise in der Euro-Zone hat sich zugespitzt , nachdem die Risikoaufschläge auf den Anleihemärkten auch für größere Volkswirtschaften wie Italien, Spanien und zuletzt sogar Frankreich deutlich gestiegen waren.

Zugleich wurden Rufe lauter, die Europäische Zentralbank müsse als Krisenfeuerwehr die Geldschleusen öffnen und notfalls unbegrenzt Staatsanleihen hoch verschuldeter Euro-Staaten aufkaufen. Dies lehnen Bundesbank und Bundesregierung bislang aber vehement ab, weil dadurch die Bereitschaft für Sparmaßnahmen in den Krisenländern sinken könnte. Zudem würde die Inflationsgefahr steigen.

Quelle: Reuters/tat
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