Abonnenten-Login Serviceangebote der Berliner Morgenpost Specials der Berliner Morgenpost
18.11.11

Ende der Partnerschaft

Suzuki will gegen VW vor Gericht gehen

Der japanische Autobauer Suzuki dringt verstärkt auf einen Rückzug des Großaktionärs Volkswagen. Man wolle die Partnerschaft beenden und den VW-Anteil zurückkaufen, teilte Suzuki am Freitag mit. Da sich VW bisher auf keine Einigung einlässt, will Suzuki nun vor Gericht gehen.

Volkswagen

Während die US-Kunden begeistert waren, hielt sich in Deutschland die Freude in Grenzen. Die Arbeitsqualität in Mexiko gilt als wechselhaft.

6 Bilder

Den seit Monaten andauernden Streit um die Beteiligung von Volkswagen an Suzuki will der japanische Autobauer jetzt gerichtlich klären lassen. Man wolle den Fall vor den Schiedsgerichtshof der internationalen Handelskammer bringen, hieß es am Freitag in Tokio. Suzuki-Chef Osamu Suzuki sagte: "Suzuki hat heute die Partnerschaft mit VW beendet." Suzuki will den Anteil von knapp 20 Prozent von Volkswagen zurückkaufen. "Volkswagen lässt uns keine Wahl", sagte der Suzuki-Chef.

Der Wolfsbauer Autobauer will die Beteiligung allerdings nach wie vor nicht verkaufen. "Wir halten an unserem Anteil fest", sagte ein Sprecher. Für eine Kündigung gebe es aus Sicht von VW keinen Grund, der 2009 geschlossene Vertrag bestehe weiter. Die Wolfsburger weisen auch den Vorwurf zurück, in irgendeiner Weise den Kooperationsvertrag gebrochen zu haben. "Wir sind sehr enttäuscht über diesen Schritt von Suzuki und können diesen in keinster Weise nachvollziehen", sagte ein VW-Sprecher.

Enttäuschend sei auch, dass Suzuki nie auf Verhandlungsvorschläge eingegangen sei, sondern erneut über die Öffentlichkeit den Gang vor das Schiedsgericht und die Kündigung des Rahmenvertrags ankündige. "Die Begründung sehen wir als haltlos an", heißt es in dem Statement von VW. Den Vorwurf mangelnder technischer Unterstützung der Japaner wiesen die Wolfsburger zurück. Es sei gemeinsam an potenziellen Projekten gearbeitet worden und VW habe weitreichenden Zugriff auf Technologien gegeben.

Die Auseinandersetzung hatte sich in den vergangenen Wochen immer mehr zugespitzt. Volkswagen regierte bisher aber gelassen, denn es gebe keine rechtliche Basis, eine Rückgabe der Aktien zu erzwingen. Die beiden Streitparteien werfen sich gegenseitig Vertragsbruch vor. Die Wolfsburger sind mit 19,9 Prozent an dem japanischen Unternehmen beteiligt, Suzuki mit 1,5 Prozent bei VW.

Suzuki wollte mit der Partnerschaft vor allem Einblick in die technische Entwicklung bei Europas größtem Autobauer erhalten und sieht die Vereinbarungen dazu als nicht eingehalten. Die Japaner sind unter anderem besonders an umweltschonenderen Motoren interessiert.

Volkswagen wollte mit Suzuki vor allem sein Know-how im Kleinwagenbau verbessern und seine Position auf dem indischen Markt ausbauen, wo Suzuki mit der Tochter Maruti Marktführer ist. VW sieht den Partnerschaftsvertrag verletzt, weil die Japaner bei Fiat Dieselmotoren bestellten.

Quelle: dpa/cb
Leser-Kommentare
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Top-Thema
Besucher testen neue Achterbahn im Belantis Park
Achterbahn im freien Fall

Immer rasanter: Neue Bahnen versprechen Schwerelosigkeit.

Video Nachrichten mehr
Assad-Regime Opferzahl nach Angriffen in Syrien steigt
Mitte Polizei sucht mit Bildern nach Angreifer vom Alex
Ausflugswetter Viel Sonne versüßt Deutschen das Pfingstfest
Käufersuche Eine Woche Galgenfrist für Schlecker
 
PromoTeaser_img.jpg
Urlaub an der See

Aktuelle Reisetipps für Ihren nächsten Deutschlandurlaub.mehr

Sommerkoll-klein.png
Sommer Trends

Lindner - Das sind die Sommer Trends 2012!mehr

bio10_onsite-teaser.jpg
Netzwerker

Für eine moderne Energieversorgung in Berlinmehr

 
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Blücherplatz

Karneval der Kulturen mit Straßenfest eröffnet

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

DFB-Bundesgericht

Hertha kämpft gegen Sturz in die Zweite Liga

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote