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31.10.11

Rabattschlacht

Autobauer gewähren bis zu 32 Prozent Preisnachlass

Die Rabatte der Autohersteller sind so hoch wie zuletzt vor fünf Jahren. Den höchsten Preisnachlass gewährt der italienische Konzern Fiat.

© picture-alliance / dpa/dpaweb
Fiat Panda: Der italienische Autobauer gewährt Rabatte von bis zu 32 Prozent
Fiat Panda: Der italienische Autobauer gewährt Rabatte von bis zu 32 Prozent

Um den Verkauf von Neuwagen anzukurbeln, locken Autobauer in Deutschland laut einer Untersuchung mit satten Rabatten. Die Nachlässe erreichten im Oktober mit durchschnittlich mehr als 18 Prozent den höchsten Stand seit fünf Jahren, wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf einen Rabatt-Index des Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen berichtete. Der Kampf um die Gunst der Kunden erreicht damit einen neuen Höhepunkt.

Spitzenreiter bei der Rabattschlacht sei der italienische Konzern Fiat, der mehr als 32 Prozent Nachlass auf den Listenpreis seines Kleinwagens Panda gewährt habe, berichtete die Zeitung. Der Autobauer leide unter der schwachen Nachfrage in Südeuropa und wolle mit den Rabatten das Geschäft in Deutschland ankurbeln.

Höchste Rabatte bei Fiat und Citroën

Auch der französische Autohersteller Citroën lockt deutsche Kunden mit Preisnachlässen für den Kleinwagen C1 von bis zu 30 Prozent. Bei den deutschen Premiumherstellern gewährt BMW im Rahmen eines Leasingprogramms mehr als 30 Prozent Rabatt auf die 3er-Serie.

"So groß war der Abstand zwischen Listenpreis und tatsächlichem Transaktionspreis noch nie", sagt Ferdinand Dudenhöffer, Chef des CAR-Instituts der Universität Duisburg-Essen. Die Studie zeige: Die tatsächlich im deutschen Markt erzielten Preise für Neuwagen liegen im Schnitt mehr als 18 Prozent unter den offiziellen Preistafeln der Autobauer.

Auch 2012 weitere Preisnachlässe zu erwarten

Ein Ende der Rabattschlacht ist laut Dudenhöffer nicht abzusehen. Der deutsche Automarkt stecke in der Preis- und Rabattfalle. Hersteller und Handel nehmen "sehr schlechte Margen im Oktober und in den Folgemonaten" in Kauf. Andere große Automärkte wie Italien, Frankreich oder England verzeichneten bereits hohe Verluste. Die schlechten Aussichten für die Konjunktur dürften den Trend fortsetzen.

Quelle: dapd/tat
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