Abonnenten-Login Serviceangebote der Berliner Morgenpost Specials der Berliner Morgenpost
31.10.11

Vor G20-Gipfel

Schäuble fordert Alleingang bei Transaktionssteuer

Notfalls sollen es die Europäer allein machen: Der deutsche Finanzminister will keine Rücksicht auf die Briten nehmen und die Finanztransaktionssteuer zunächst für die 17 Mitglieder der Euro-Zone einführen.

© dpa/DPA
Dank Milliardenfehlers sinkt deutsche Schuldenlast
Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) will die Finanztransaktionssteuer notfalls im Alleingang auf den Weg bringen

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble will notfalls einen Alleingang der EU-Staaten bei der Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Der "Financial Times" sagte Schäuble, eine Einigung im Rahmen der G20-Staaten wäre ihm zwar lieber. Sollte das jedoch scheitern, dürfe dies nicht dazu führen, dass lange Zeit nichts geschehe.

"Wenn wir dort keine Einigung erzielen, bin ich dafür, in Europa anzufangen", sagte der Minister dem Blatt. Sollten sich auch die 27 EU-Staaten nicht einigen könnten, müsse man in Betracht ziehen, die Steuer zunächst für die 17 Mitglieder der Euro-Zone einzuführen.

Insbesondere Großbritannien lehnt die Einführung einer solchen Steuer ab.

Die Staats- und Regierungschefs der Top-Wirtschaftsmächte kommen an diesem Donnerstag und Freitag im südfranzösischen Cannes zum G20-Gipfel zusammen. Dabei geht es neben der Entwicklung der Weltwirtschaft und den Ergebnissen des jüngsten Euro-Krisengipfels auch um neue Regeln für die Finanzmärkte. "Wir denken, dass man hier nicht nachlassen darf", hieß es.

Energischer angegangen werden soll nach dem Gipfel der Kampf gegen das ausufernde Schattenbankensystem.

In der Runde der G20 will Deutschland den Angaben zufolge auch weitere Schritte für eine "glaubwürdige" Sanierung der Staatskassen anmahnen. Es gehe um das Ziel, die Staatsdefizite bis 2013 zu halbieren und die Staatsschulden bis 2016 zu stabilisieren. "Deutschland wird diese Ziele einhalten können."

Forderungen nach einer weiteren Aufstockung des Kapitals beim Internationalen Währungsfonds (IWF) erteilte die Bundesregierung eine erneute klare Absage. "Wir sehen keinen Bedarf für eine Ressourcenerhöhung beim IWF."

Quelle: dpa/rtr/bee
Leser-Kommentare
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Top-Thema
Besucher testen neue Achterbahn im Belantis Park
Achterbahn im freien Fall

Immer rasanter: Neue Bahnen versprechen Schwerelosigkeit.

Video Nachrichten mehr
Assad-Regime Opferzahl nach Angriffen in Syrien steigt
Mitte Polizei sucht mit Bildern nach Angreifer vom Alex
Ausflugswetter Viel Sonne versüßt Deutschen das Pfingstfest
Käufersuche Eine Woche Galgenfrist für Schlecker
 
PromoTeaser_img.jpg
Urlaub an der See

Aktuelle Reisetipps für Ihren nächsten Deutschlandurlaub.mehr

Sommerkoll-klein.png
Sommer Trends

Lindner - Das sind die Sommer Trends 2012!mehr

bio10_onsite-teaser.jpg
Netzwerker

Für eine moderne Energieversorgung in Berlinmehr

 
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Blücherplatz

Karneval der Kulturen mit Straßenfest eröffnet

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

DFB-Bundesgericht

Hertha kämpft gegen Sturz in die Zweite Liga

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote