Medien
Axel Springer will Teile der WAZ-Gruppe kaufen
Die Axel Springer AG hat eine Offerte für Teile der WAZ-Gruppe abgegeben. Auch ein Angebot für eine vollständige Übernahme schließt Springer nicht aus.
Die Axel Springer AG will Teile der WAZ-Gruppe kaufen. Eine Springer-Sprecherin bestätigte in Berlin im Wesentlichen einen Bericht des "Manager Magazins" . Der Medienkonzern, zu dem auch Morgenpost Online gehört, bewertet die gesamte Gruppe demnach mit 1,4 Milliarden Euro.
Was sich daraus für den Kaufpreis einzelner Unternehmensteile ergebe, sei noch offen. Es sei ein "unverbindliches Angebot", betonte die Sprecherin. Es stehe unter dem Vorbehalt der Überprüfung durch das Kartellamt und einer wirtschaftlichen Prüfung des Unternehmens.
Das Magazin beruft sich auf ein Schreiben des Springer-Chefs Mathias Döpfner an die WAZ-Eigner und den Testamentsvollstrecker der Gründerfamilie Brost. Ein Gebot für die ganze Gruppe schließt Döpfner demnach nicht aus, wobei er auf "große kartellrechtliche Hürden" hinweist.
Die WAZ-Gruppe ist mit einem Umsatz von 1,1 Milliarden Euro einer der größten Regionalzeitungsverlage Europas. Die WAZ gehört zu jeweils 50 Prozent den Nachkommen seiner Gründer: den drei Töchtern von Jakob Funke und den drei Enkelkindern von Erich Brost.
Funke-Tochter Petra Grotkamp hatte den Brost-Erben Ende August das Angebot gemacht, deren Hälfte am Verlag zu übernehmen. Die Summe lag laut "Manager Magazin" bei rund 470 Millionen Euro.
Bei einer der beiden Eigentümerfamilien des Essener Medienhauses stößt die Axel Springer AG mit ihrem Angebot auf Widerstand. Petra Grotkamp, eine Tochter des WAZ-Mitbegründers Jakob Funke , ließ am Freitagabend über einen Anwalt erklären, sie weise die Offerte "nachdrücklich zurück". Grotkamp werde sich nicht an Transaktionen beteiligen, "welche eine Zerschlagung der WAZ-Mediengruppe oder die Veräußerung dieser Gruppe zum Inhalt oder zur Folge haben".
Die WAZ-Gruppe gehört jeweils zur Hälfte den Nachkommen ihrer Gründer: den drei Funke-Töchtern und den drei Enkelkindern von Erich Brost. Grotkamp hatte den Brost-Erben erst Ende August das Angebot gemacht, deren Hälfte zu übernehmen.
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