Abonnenten-Login Serviceangebote der Berliner Morgenpost Specials der Berliner Morgenpost
12.09.11

"Gefährliche" Spekulationen

Altmaier kritisiert Röslers Griechenland-Vorstoß

Der parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Peter Altmaier, hat in der Debatte um Griechenland-Hilfen scharfe Kritik an Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler geübt. Er sei sehr besorgt über Äußerungen "politisch direkt Verantwortlicher" zu einer möglichen Pleite Griechenlands.

© dapd/DAPD
Peter Altmaier
Altmaier nennt Spekulationen über Griechenland "gefährlich"

Die Spekulationen über eine Insolvenz Griechenlands oder einen Austritt des Landes aus der Euro-Zone stoßen in der Unionsfraktion auf scharfe Kritik. Es müsse nun durchgesetzt werden, dass Griechenland die Bedingungen erfülle und die nächste Hilfs-Tranche bekomme, sagte der parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter Altmaier, am Montag dem ARD-"Morgenmagazin". "Alle anderen Spekulationen sind kontraproduktiv und gefährlich", fügte er hinzu. Er wandte sich damit unter anderem gegen FDP-Parteichef Philipp Rösler , der in einem Zeitungsbeitrag geschrieben hatte, dass notfalls auch eine geordnete Insolvenz Griechenlands zur Rettung des angeschlagenen Euro denkbar sei.

"Ich bin besorgt wegen manchem Interview und mancher öffentlicher Äußerung, auch von Verantwortlichen, in diesen Tagen. Ich glaube, dass man damit auch Konsequenzen auslöst, die man eigentlich verhindern möchte", warnte Altmaier. Er bezog sich auch auf das Bekanntwerden von Szenarien zu einer Insolvenz Griechenlands aus dem Bundesfinanzministerium.

FDP-Generalsekretär Christian Lindner verteidigte dagegen den Kurs der Partei in der Euro-Frage und die Aussagen Röslers. Ziel sei es, dass die Griechen im Euro bleiben könnten, sagte er dem ARD-"Morgenmagazin". Falls sie aber die Auflagen nicht erfüllen könnten, könne es eine Lösung sein, "dass die Griechen in eine geordnete Staateninsolvenz gehen, damit es zu einer neuen Strukturierung der Schulden kommt". Die Griechen müssten dann selbst entscheiden, ob sie den Euro behalten wollen oder nicht, sagte Lindner.

Auch die CSU berät am Montag über die Bewältigung der Krise in der Euro-Zone. Nach Medienberichten sind in einem Antragsentwurf auch Überlegungen zu einem Ausschluss instabiler Euro-Staaten aus der Währungsunion enthalten.

Erstmals hatte mit Vizekanzler Philipp Rösler zuvor ein Mitglied der Bundesregierung eine Staatspleite Griechenlands ins Gespräch gebracht. Der FDP-Vorsitzende nannte in einem Beitrag für "Die Welt" eine geordnete Insolvenz denkbar, wenn dafür die Instrumente zur Verfügung stünden.

Quelle: AFP/Reuters/nbo
Leser-Kommentare
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Top-Thema
Besucher testen neue Achterbahn im Belantis Park
Achterbahn im freien Fall

Immer rasanter: Neue Bahnen versprechen Schwerelosigkeit.

Video Nachrichten mehr
Assad-Regime Opferzahl nach Angriffen in Syrien steigt
Mitte Polizei sucht mit Bildern nach Angreifer vom Alex
Ausflugswetter Viel Sonne versüßt Deutschen das Pfingstfest
Käufersuche Eine Woche Galgenfrist für Schlecker
 
PromoTeaser_img.jpg
Urlaub an der See

Aktuelle Reisetipps für Ihren nächsten Deutschlandurlaub.mehr

Sommerkoll-klein.png
Sommer Trends

Lindner - Das sind die Sommer Trends 2012!mehr

bio10_onsite-teaser.jpg
Netzwerker

Für eine moderne Energieversorgung in Berlinmehr

 
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Blücherplatz

Karneval der Kulturen mit Straßenfest eröffnet

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

DFB-Bundesgericht

Hertha kämpft gegen Sturz in die Zweite Liga

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote