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12.07.11

Trotz Währungskrise

Schäuble bezeichnet Euro als "Erfolgsgeschichte"

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) findet, der Euro habe Deutschland viel gebracht – ob am heimischen Arbeitsmarkt oder in der Exportwirtschaft.

© dapd/DAPD
Wolfgang Schäuble

Trotz der Probleme an den europäischen Finanzmärkten ist die gemeinsame Währung Euro nach Überzeugung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble eine "Erfolgsgeschichte".

"Er hat den schwächeren Ländern wie Griechenland ungeheuer viel Fortschritt in den letzten Jahren gebracht und den starken Ländern wie Deutschland nutzt er ohnedies", sagte der CDU-Politiker in den ARD-"Tagesthemen".

Weiter sagte Schäuble: "Unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, unser guter Arbeitsmarkt wäre ohne den Euro lange nicht so gut, wir hätten sehr viel mehr Arbeitslose, wir hätten eine sehr viel geringere Wirtschaftskraft."

Der Finanzminister verwies darauf, das Deutschlands Wirtschaft stark vom Export abhängt. "Wir exportieren 60 Prozent in andere europäische Länder. Dadurch, dass wir eine gemeinsame Währung haben, sind wir vom Wechselkursrisiken verschont." Dies habe der deutschen Wirtschaft, insbesondere seit der großen Finanzkrise "sehr geholfen".

Schäuble: Deutschland auf Banken-Stresstests gut vorbereitet

Zuvor sagte der Bundesfinanzminister beim Treffen der EU-Finanzminister in Brüssel, Deutschland sei gut für die Ergebnisse der Banken-Stresstests gerüstet. Unmittelbar vor der Veröffentlichung an diesem Freitag sieht der Minister keine Probleme für den deutschen Bankensektor, selbst wenn ein Institut durchfallen sollte: "Deutschland ist darauf gut vorbereitet, weil wir mit dem Banken-Restrukturierungsgesetz entsprechende Vorbereitungen getroffen haben."

Die Europäische Bankenaufsicht EBA habe Deutschland dafür ausdrücklich gelobt. Über die Ergebnisse sagte der Minister aber nichts.

Nach gängiger Einschätzung in EU-Kreisen haben alle 13 deutsche Banken diese zweite Runde der Stresstests bestanden. Dabei werden die Institute auf ihre Widerstandskraft im Fall von Krisen geprüft, wie sie also etwa mit einem Wirtschaftseinbruch oder einen Zinsschock zurecht kämen.

Die EU-Minister versicherten in einer gemeinsamen Erklärung, dass sie bereit seien, Durchfaller mit Hilfsmaßnahmen zu unterstützen. Dazu zähle auch staatliche Unterstützung, wenn sie nötig sei.

Quelle: Reuters/dapd/jw
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