24.02.11

Konsumgüter

Henkel ist ein Rekordjahr noch nicht gut genug

Der Persil-Hersteller Henkel hat im vergangenen Jahr deutlich mehr Gewinn gemacht. Doch das reicht dem Konsumgüterkonzern noch nicht.

Foto: dpa
Henkels Geschäft mit Waschmitteln und anderen Konsumgütern läuft gut
Henkels Geschäft mit Waschmitteln und anderen Konsumgütern läuft gut

Der Konsumgüterkonzern Henkel will nach einem Gewinnsprung im vergangenen Jahr 2011 weiter zulegen. Sorge bereiten dem Konzern aber die steigenden Rohstoffkosten – der Hersteller von Pritt und Persil will deshalb weiter auf die Kostenbremse treten, um profitabler zu arbeiten. Die Aktionäre sollen für das Rekordjahr 2010 eine deutlich höhere Dividende erhalten. Im vierten Quartal verdiente Henkel aber weniger als von Experten erwartet.

Der Umsatz sei im vierten Quartal vor allem durch deutlich bessere Geschäfte in den Kosmetik- und Klebstoffsparten um 11,5 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro gestiegen, der operative Gewinn (Ebit) legte um 29 Prozent auf 379 Millionen Euro zu, teilte Henkel mit. Der Überschuss nach Anteilen Dritter schoss auf 249 (Vorjahr: 170) Millionen Euro in die Höhe – blieb damit aber unter den Erwartungen von Analysten. Von Oktober bis Dezember schlugen unter anderem Restrukturierungskosten von 80 Millionen Euro zu Buche, mit denen Henkel vor allem die Produktion optimierte – um weiter zu sparen.

Im Gesamtjahr summierten sich die Erlöse auf den Rekordwert von 15 (13,6) Milliarden Euro, der Überschuss sprang auf 1,1 Milliarden Euro – nach 602 Millionen Euro im Vorjahr. Die Anteilseigner sollen eine Dividende von je 0,70 (0,51) Euro pro Stamm- und 0,72 (0,53) Euro pro Vorzugsaktie erhalten.Mit Blick auf das laufende Jahr sagte Henkel-Chef Kasper Rorsted, die Rahmenbedingungen blieben "herausfordernd". Dies gelte vor allem für den wachsenden Wettbewerb und die steigenden Rohstoffkosten. Henkel wolle deshalb 2011 "weitere Maßnahmen zur Effizienzsteigerung" ergreifen, hieß es im Geschäftsbericht.

2010 war die Zahl der Mitarbeiter bereits um rund 3000 Menschen auf rund 48.000 Beschäftigte gesunken. Insgesamt will Henkel den organischen Umsatz 2011 um drei bis fünf Prozent steigern, die bereinigte Umsatzrendite soll von 12,3 Prozent auf etwa 13 Prozent gesteigert werden und das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie um etwa 10 Prozent zulegen. Marktanteile der Konkurrenz abjagen will auch der Henkel- Wettbewerber Reckitt Benckiser. Der Umsatz solle 2011 um vier Prozent steigen, teilte der Konzern mit, der im Segment Reinigungsmittel mit Henkel um Kunden rangelt. Der weltgrößte Kosmetikkonzern L'Oreal hatte angekündigt, 2011 schneller als der Markt wachsen zu wollen – war aber eine konkrete Prognose schuldig geblieben.

Quelle: Reuters/cat
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