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18.01.11

Atomprogramm

Iran macht USA für Stuxnet-Angriff verantwortlich

Der Stuxnet-Wurm hat das iranische Atomprogramm möglicherweise um Jahre zurückgeworfen. Das Land macht den USA schwere Vorwürfe.

© picture alliance / dpa/EPA
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Der iranische Atomunterhändler Said Dschalili hat die USA für die Cyberattacke auf das Nuklearprogramm seines Landes verantwortlich gemacht. Dies hätten iranische Ermittlungen ergeben, sagte Dschalili dem Sender NBC News.

Zuvor hatte die "New York Times" berichtet, der Computerwurm Stuxnet sei gemeinsam von Israel und den USA entwickelt worden, um das iranische Atomprogramm zu sabotieren. Der Computerwurm soll im November ein Fünftel der iranischen Zentrifugen lahmgelegt haben.

Dschalili bekräftigte, dass es sich beim iranischen Nuklearprogramm um ein Programm zur Energieproduktion handle und nicht um ein Waffenprogramm. Zudem habe die Cyberattacke nicht so viel Schaden angerichtet, wie die Medien berichtet hätten. Dagegen hatten die USA und Israel kürzlich erklärt, das iranische Nuklearprogramm sei durch den Computerangriff um einige Jahre zurückgeworfen worden.

Dennoch zeigte sich Dschalili optimistisch, dass die bevorstehenden Gespräche der fünf Vetomächte des UN-Sicherheitsrats und Deutschlands mit Teheran erfolgreich sein werden. Die Gespräche über das iranische Atomprogramm gehen ab Freitag in Istanbul in eine neue Runde. Am Wochenende hatte der Iran den Besuch seiner Atomanlagen in Arak und Natans durch ausländische Diplomaten erlaubt. An dem Besuch nahmen Vertreter der blockfreien Staaten teil. China, Russland und die EU hatten dagegen eine Teilnahme abgelehnt.

Der Iran wird verdächtigt, unter dem Vorwand der zivilen Nutzung der Atomenergie heimlich an einer Atombombe zu bauen. Teheran weist den Verdacht von sich.

Quelle: AFP/lw
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