Konzerne
Regierung hält sich aus Hochtief-Übernahme heraus
Der spanische Baukonzern kommt mit der feindlichen Übernahme voran. Die Bundesregierung will sich nicht einmischen und auch kein Gesetz ändern.
Die Bundesregierung will sich weiter aus der Übernahmeschlacht um den deutschen Baukonzern Hochtief heraushalten. Bei der Übernahme der Kontrolle an Hochtief durch den spanischen Konkurrenten ACS seien die "geltenden rechtlichen Bestimmungen eingehalten worden", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Christoph Steegmans in Berlin. Es habe sich nicht um ein "Anschleichen" eines Unternehmens gehandelt.
"Wir halten es nicht für vernünftig, dass für Einzelfälle Gesetze geändert werden", fügte Steegmans hinzu. ACS hatte am Dienstag bekannt gegeben, mehr als 30 Prozent der Hochtief-Anteile zu besitzen, womit eine Übernahme des deutschen Baukonzerns kaum noch zu verhindern ist.
Die Opposition hatte die Untätigkeit der Bundesregierung scharf kritisiert. ACS ist hoch verschuldet, während Hochtief finanziell gesund ist. Kritiker fürchten, der spanische Konzern wolle sich mit dem Geld des deutschen Konkurrenten sanieren.
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