Ranking
Die teuersten Städte der Welt liegen in Europa
Die Großbank UBS hat Preise und Löhne von 73 Großstädten weltweit verglichen. Berlin tummelt sich im Mittelfeld.
Von Daniel Mandler
Oslo, Zürich und Genf sind die teuersten Städte der Welt. Unter Berücksichtung der Mieten liegt New York noch vor Oslo. Die höchsten Löhne werden in Zürich gezahlt. Das ist das Ergebnis eines weltweiten Preis- und Lohnvergleichs, den die Schweizer Großbank UBS veröffentlichte.
Auf den Plätzen vier und fünf folgen Tokio und Kopenhagen. Kopenhagen ist damit im Vergleich zu 2009 um zwei Plätze abgerutscht. Die teuersten Städte in Deutschland sind die bayerische Landeshauptstadt München auf Platz 18, die Bankenmetropole Frankfurt am Main mit Platz 21 und die Hauptstadt Berlin auf Rang 36.
Bei den Nettolöhnen liegt weltweit Zürich an der Spitze, gefolgt von Kopenhagen und Genf. In Deutschland ganz vorne ist München, weltweit auf Platz 9, gefolgt von Frankfurt auf Platz 14 und Berlin auf Platz 22.
Am günstigsten lebt es sich nach der Untersuchung der UBS in den Großstädten Manila und Mumbai. Starke Veränderungen beim Preisniveau gab es vor allem bei Auckland und Sydney. Die beiden Städte rutschten dank der kräftigen Aufwertung des neuseeländischen und australischen Dollar um fast 20 Plätze nach vorne und erreichten so das vordere Drittel der teuersten Städte der Welt.
Insgesamt – so stellt die Studie fest – hat sich das Preisgefälle zwischen West- und Osteuropa verkleinert von rund 35 Prozent Anfang 2009 auf 26 Prozent. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Mieten miteinbezogen werden oder nicht. Ähnlich ist die Situation auch in Nord- und Südamerika – auch hier werden die Unterschiede kleiner.
Zur Berechnung der Preise hat die UBS einen Warenkorb von 122 Gütern und Dienstleistungen betrachtet. Bei den Löhnen wurden 15 weltweit verbreitete Berufe berücksichtigt – darunter Volksschullehrer, Fabrikarbeiter und Ingenieure. Grundlage für den Index sind die Bruttolöhne nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben bzw. Sozialversicherungen. Beim Vergleich zum Vorjahr wurden Wechselkurse und Inflation mitberücksichtigt.
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