Abonnenten-Login Serviceangebote der Berliner Morgenpost Specials der Berliner Morgenpost
31.08.10

Eurozone

Moderate Inflation – Kein Zinsdruck für EZB

Die EZB kann sich entspannt zurücklehnen. Angesichts eines mäßigen Preisanstiegs im Euroraum muss die Zentralbank die Zinsen nicht ändern.

WELT Grafik/Jörn Baumgarten

Beispiel Äpfel: In Europa droht die schlechteste Ernte seit zehn Jahren.

17 Bilder

Die Preise in der Eurozone sind im August langsamer gestiegen als im Vormonat. Fachleute gehen deshalb weiter davon aus, dass die Europäische Zentralbank (EZB) im Kampf gegen die Inflation vorerst nicht an der Zinsschraube drehen muss. Die Verbraucherpreise zogen wie von Experten erwartet durchschnittlich um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat an, wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag nach vorläufigen Berechnungen mitteilte. Im Juli betrug die Inflationsrate 1,7 Prozent. Damit herrscht nach Definition der Europäischen Zentralbank (EZB) weiter Preisstabilität.

"Der schwache Preisauftrieb gibt der EZB Spielraum, die Zinsen bis auf weiteres unverändert zu lassen", sagte Christoph Weil von der Commerzbank. Der Schlüsselzins liegt auf dem Rekordtief von einem Prozent. Preisstabilität sieht die EZB mittelfristig bei Teuerungsraten von knapp unter zwei Prozent gewährleistet. In Deutschland liegt die Inflationsrate für den europäischen Vergleich mit 0,9 Prozent noch deutlicher unter dieser Schwelle.

"Auf Sicht der kommenden ein bis zwei Jahre wird Inflation kein Thema sein", prognostiziert Commerzbanker Weil. Die Löhne würden 2010 und wohl auch noch 2011 europaweit nur moderat steigen. "Die hohe Arbeitslosigkeit und die damit verbundenen Sorgen um die Arbeitsplätze werden die Arbeitnehmer dazu bewegen, weiterhin Lohnzurückhaltung zu üben." Auch Martin van Vliet von Global Economics geht davon aus, dass der Preisdruck für die 16 Euroländer mittelfristig gedämpft bleibt.

Deshalb gebe es wenig Anlass für die EZB, ihre geldpolitischen Zügel anzuziehen. "Wir erwarten, dass EZB-Präsident Jean-Claude Trichet bei seiner Pressekonferenz am Donnerstag leise Töne anschlägt." Die Frankfurter Währungshüter entscheiden dann erneut über ihre Geldpolitik. Zinserhöhungen stehen nach Einschätzung der Finanzmärkte aber noch lange nicht auf der Agenda. Experten gehen vielmehr davon aus, dass die Notenbanker ihre umfassende Liquiditätsversorgung für das Finanzsystem verlängern.

Quelle: Reuters/cat
Leser-Kommentare
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Top-Thema
Besucher testen neue Achterbahn im Belantis Park
Achterbahn im freien Fall

Immer rasanter: Neue Bahnen versprechen Schwerelosigkeit.

Video Nachrichten mehr
Assad-Regime Opferzahl nach Angriffen in Syrien steigt
Mitte Polizei sucht mit Bildern nach Angreifer vom Alex
Ausflugswetter Viel Sonne versüßt Deutschen das Pfingstfest
Käufersuche Eine Woche Galgenfrist für Schlecker
 
PromoTeaser_img.jpg
Urlaub an der See

Aktuelle Reisetipps für Ihren nächsten Deutschlandurlaub.mehr

Sommerkoll-klein.png
Sommer Trends

Lindner - Das sind die Sommer Trends 2012!mehr

bio10_onsite-teaser.jpg
Netzwerker

Für eine moderne Energieversorgung in Berlinmehr

 
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Blücherplatz

Karneval der Kulturen mit Straßenfest eröffnet

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

DFB-Bundesgericht

Hertha kämpft gegen Sturz in die Zweite Liga

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote