Abonnenten-Login Serviceangebote der Berliner Morgenpost Specials der Berliner Morgenpost
30.05.10

Solar Millennium

Utz Claassen streitet um 10 Millionen Euro Prämie

Der Manager hat für den Antritt als Solar-Vorstandschef zehn Millionen kassiert. Nach zweieinhalb Monaten schmiss er hin, seine Prämie will er behalten.

© dpa
Utz Claassen vor Gericht
Utz Claassen. Schon mit seinem früheren Arbeitgebern, dem Stromkonzern EnBW, stritt er vor Gericht. Jetzt klagt er gegen Solar Millennium

Beim Rechtsstreit zwischen dem zurückgetretenen Vorstandschefs von Solar Millennium, Utz Claassen, und seinem Ex-Arbeitgeber geht es nach einem "Spiegel"-Bericht um fast zehn Millionen Euro. Diese Summe habe Claassen als sogenannte Antrittsprämie von dem Solarkraftwerk-Spezialisten aus Erlangen erhalten, berichtet das Nachrichtenmagazin.

Der Anwalt des nach nur zweieinhalb Monaten bei dem Unternehmen ausgeschiedene Manager hatte vor wenigen Tagen angekündigt, vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth mit einer Klage die Rechtmäßigkeit der Kündigung durch Claassen feststellen lassen zu wollen. Der Versuch, den Streit außergerichtlich beizulegen, sei an "unrealistischen Vorstellungen des Aufsichtsrats" des Solar-Unternehmens gescheitert.

Laut "Spiegel" ging es bei den Verhandlungen darum, wie viel Claassen von der Prämie behalten darf. Claassen soll angeboten haben, rund 2,5 Millionen brutto der knapp 10 Millionen Euro zurückzuzahlen, obwohl es "keine Anspruchsgrundlage für eine Rückvergütung gibt", zitiert das Blatt Claassens Rechtsanwalt Harald Noack. Solar Millennium sei dies zu wenig gewesen, am Ende sei man immer noch "mehr als eine Million Euro auseinander gewesen".

Nach Angaben des Magazins hatte der frühere Chef des Energieversorger EnBW in seinem Fünfjahresvertrag ein monatliches Fixgehalt von 100.000 Euro sowie 40 Tage Jahresurlaub festschreiben lassen. Selbst eine pauschale Erstattung für einen Chauffeur und einen Bodyguard sei vereinbart gewesen.

Der Aufsichtsrat des fränkischen Unternehmens hatte als Reaktion auf die Klage des Ex-Vorstandschefs strafrechtliche und zivilrechtliche Maßnahmen gegen Claassen angekündigt. Claassens Anwalt begründete den Rücktritt seines Mandanten von dem Vorstandsamt mit "fundamentalen Auffassungsunterschieden" in Fragen der Unternehmensführung und der Unternehmenskultur. Der prominente Manager hatte die Position erst am 1. Januar 2010 angetreten.

Quelle: dpa/woz
Leser-Kommentare
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Top-Thema
Besucher testen neue Achterbahn im Belantis Park
Achterbahn im freien Fall

Immer rasanter: Neue Bahnen versprechen Schwerelosigkeit.

Video Nachrichten mehr
Assad-Regime Opferzahl nach Angriffen in Syrien steigt
Mitte Polizei sucht mit Bildern nach Angreifer vom Alex
Ausflugswetter Viel Sonne versüßt Deutschen das Pfingstfest
Käufersuche Eine Woche Galgenfrist für Schlecker
 
PromoTeaser_img.jpg
Urlaub an der See

Aktuelle Reisetipps für Ihren nächsten Deutschlandurlaub.mehr

Sommerkoll-klein.png
Sommer Trends

Lindner - Das sind die Sommer Trends 2012!mehr

bio10_onsite-teaser.jpg
Netzwerker

Für eine moderne Energieversorgung in Berlinmehr

 
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Blücherplatz

Karneval der Kulturen mit Straßenfest eröffnet

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

DFB-Bundesgericht

Hertha kämpft gegen Sturz in die Zweite Liga

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote