ZEW-Index
Konjunkturerwartungen sinken, sinken und sinken
Dienstag, 16. März 2010 17:28Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung hat 300 Investoren und professionelle Anleger nach ihrer Einschätzung für die Konjunktur befragt. Deren Skepsis steigt nun schon den 6. Monat in Folge. Für ZEW-Chef Wolfgang Franz wechselt die Wirtschaft "von der Intensivstation in die Reha".

„Die deutsche Konjunktur ist aus der Intensivstation in die Reha gewechselt, aber von einer kräftigen Gesundung kann noch keine Rede sein“, sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz. Impulse für das Wirtschaftswachstum kämen vor allem aus den exportorientierten Branchen Maschinenbau, Chemie und Stahl.
Die aktuelle Situation bewerteten die rund 300 befragten Investoren und professionellen Anleger leicht besser als im Februar. Der Lageindex stieg um 2,9 auf minus 51,9 Punkte. Analysten hatten hier mit einem Minus von 52 Punkten gerechnet.
Die meisten Ökonomen sagen der deutschen Wirtschaft für das laufende Jahr nur eine holprige Erholung voraus und erwarten ein Wachstum von ein bis zwei Prozent. Für den Euroraum ergibt sich eine ähnliche Tendenz wie für Deutschland. Die Konjunkturerwartungen sanken um 2,3 Punkte auf 37,9 Punkte. Die Lagebeurteilung stieg um 0,8 Punkte auf minus 61,3 Punkte.Reuters/dma
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