Logo der Berliner Morgenpost
http://www.morgenpost.de/wirtschaft/article1274487/Chinas-Premier-nennt-Yuan-nicht-unterbewertet.html
twitter Facebook StudiVZ/MeinVZ
Link in E-Mail oder Instant-Message einfügen close

Währungen

Chinas Premier nennt Yuan "nicht unterbewertet"

Im Streit um die Aufwertung der chinesischen Währung Yuan hat Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao Position bezogen. Er halte den Yuan "nicht für unterbewertet". Kritik aus den USA weist er entschieden zurück. Erst vor wenigen Tagen hat US-Präsident Barack Obama von China einen marktorientierten Yuan-Kurs gefordert.

Chinesische 100-Yuan-Noten: Die Währung ist faktisch an den Dollar gekoppelt
Foto: AFP
Chinesische 100-Yuan-Noten: Die Währung ist faktisch an den Dollar gekoppelt

Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao hält den chinesischen Yuan „nicht für unterbewertet“. Forderungen der USA und Europas, China solle seine Währung aufwerten, wies Jiabao zum Abschluss der diesjährigen Tagung des Volkskongresses entschieden zurück.

Indirekt warf Jiabao den USA wegen des niedrigen Dollars protektionistische Praktiken vor. „Ich verstehe nicht, wenn Länder ihre Währung abwerten, um ihren Export zu fördern, und dann andere Länder zwingen, ihre Währung aufzuwerten.“ Der stabile Yuan habe eine wichtige Rolle bei der Bewältigung der globalen Wirtschaftskrise gespielt.

Im vergangenen Krisenjahr seien die Importe Chinas mit elf Prozent weniger stark gefallen als die Exporte mit 16 Prozent. „Die Wechselkurspolitik eines Landes sollte von den Bedingungen seiner nationalen Wirtschaft abhängig sein“, sagte der Premier.

Erst vor ein paar Tagen erneuerte US-Präsident Barack Obama die Kritik an China und forderte einen marktorientierten Yuan-Kurs. Zudem erklärte US-Senator Charles Shumer, er sähe keinen Grund, warum die USA die Volksrepublik nicht als Währungsmanipulator bezeichnen sollte. Die Entscheidung über die Wortwahl für den den halbjährlichen Bericht des Finanzministeriums soll am 15. April fallen.

China hat den Yuan Mitte 2008 de facto an den Dollar gekoppelt, um sich angesichts der schweren weltweiten Rezession seine Exportwirtschaft zu stützen. Die USA und andere Länder halten die chinesische Währung für unterbewertet und fordern, den Yuan aus der engen Anbindung an die internationale Leitwährung zu lösen. Sie werfen China vor, sich mit dem Währungsmanöver ungerechtfertigte Wettbewerbsvorteile auf den Weltmärkten zu verschaffen.

.
Reuters/dpa/dma



Erschienen am 14.03.2010

Anzeige
WKN, ISIN oder NAME
Kurs in % Zeit
NIKKEI 225 8998,2800 +0,57 06:17
EURO STOXX 50 2480,7600 -1,65 17:50
NASDAQ Comp. 2903,8800 -0,80 23:30
DOW Jones 12801,2300 -0,69 22:30
TecDAX 769,8900 -0,43 17:45
DAX 6692,9600 -1,41 17:45
Euro (in $) 1,3257 +0,44 06:38
BrentOil (in $) 118,2900 +0,58 06:25
Gold (in $) 1729,4000 +0,51 06:38
Anzeige
Anzeige
Jobs im Überblick
Die Zeitung
Premium Inhalte
Berliner Morgenpost Apps
Anzeige
Von unserem Partner gutefrage.net