Wall Street
US-Börsen im Plus, Bank-Aktien sind Gewinner
Die US-Börsen haben dank Gewinnen bei Bank-Aktien im Plus geschlossen. Vom Scheitern der überparteilichen Bemühungen um eine Finanzmarktreform erhofften sich Anleger Vorteile für das Geschäft der Geldhäuser. Dieser Optimismus wog schwerer als im Handelsverlauf aufkommende Sorgen über die chinesische Konjunktur und enttäuschende Zahlen vom Arbeitsmarkt.
Im späten Handelsverlauf drehten die Börsen nach einem zunächst negativen Trend ins Plus. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gewann 0,4 Prozent auf 10.611 Punkte. Im Handelsverlauf pendelte er zwischen 10.507 und 10.611 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte ebenfalls 0,4 Prozent auf 1150 Zähler zu. Auch der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,4 Prozent und ging mit 2368 Punkten aus dem Handel.
Wie in den Tagen zuvor wurden Scheine von Finanzinstituten, die die Regierung in der Krise mit Steuergeldern gestützt hatte, höher bewertet. Citigroup-Aktien gewannen mehr als fünf Prozent, nachdem die Chefetage die Bank gut gerüstet sieht, in die Gewinnzone zurückzukehren. "Dass Finanztitel dazugewinnen, ist insgesamt für die Märkte ein positives Zeichen", sagte Quincy Krosby von Prudential Financial. Der Index der KBW Bank stieg mehr als ein Prozent auf den höchsten Wert seit 16 Monaten.
Wichtig für die Anleger war das US-Handelsbilanzdefizit. Geringere Importe haben das Minus im Januar verkleinert. Die USA kauften so wenig Öl ein wie seit knapp elf Jahren nicht mehr.
Auf der Unternehmensseite standen neben Finanzinstituten auch Technik- und Ölfirmen im Fokus. Microsoft will seine Suchmaschine Bing auf den Handys von Motorola installieren. Die Papiere von Microsoft gewannen 0,7 Prozent. Die Aktien von Motorola verzeichneten Abschläge von mehr als einem Prozent. Oracle-Aktien verteuerten sich um mehr als ein Prozent.
Medienberichten zufolge verstärken US-Regulierungsbehörden bei Google die Untersuchungen des geplanten Kaufs der Firma Admob. Die Aktie des Internetkonzerns legte dennoch 0,8 Prozent zu.
Der Energiekonzern BP stärkt mit einem Milliarden-Zukauf seinen Zugriff auf Öl-Vorkommen in Brasilien, Aserbaidschan und im Golf von Mexiko. BP übernimmt dafür für sieben Milliarden Dollar in den Gebieten Reserven des US-Rivalen Devon Energy. Die Devon-Anteilsscheine legten leicht zu, die in New York gehandelten BP-Aktien gewannen 0,7 Prozent.
An der New York Stock Exchange wechselten rund 980 Millionen Aktien den Besitzer. 1794 Werte legten zu, 1215 gaben nach und 132 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,16 Milliarden Aktien 1487 im Plus, 1126 im Minus und 155 unverändert.
An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen auf 99-06/32. Sie rentierten mit 3,7234 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten auf 99-12/32 und hatten eine Rendite von 4,6638 Prozent.
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