Autohandel
Rabatte für Neuwagen steigen wieder an
Nach dem Auslaufen der Abwrackprämie steigt der Druck auf die Autohändler, über Rabattaktionen mehr Fahrzeuge abzusetzen. So werden für spezielle Modelle verkaufsfördernde Pakete angeboten. Vor allem Importautos sind derzeit mit hohen Nachlässen zu bekommen. Morgenpost Online zeigt, was die Schnäppchen sind.
Von Marco Dalan
Der Druck auf dem deutschen Automarkt wächst. Nach den durchwachsenen Verkaufszahlen im Januar drohen die Absätze im Februar weiter zu sinken. "Die Verfassung des deutschen Automarktes ist schlecht", sagt Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen. Die Folge: Händler und Hersteller versuchen Neuwagen mit steigenden Nachlässen in den Markt zu drücken. In der Spitze lagen die Rabatte laut CAR-Studie, die Morgenpost Online vorliegt, im Februar bei 40 Prozent.
Im Januar waren die Verkäufe in Deutschland gegenüber dem Dezember um 16 Prozent und um 4,3 Prozent gegenüber Januar 2009 gesunken. In diesem Jahr werden voraussichtlich rund eine Million Autos weniger in Deutschland verkauft. Daher ist das Ende der Preisspirale wohl noch nicht erreicht. "Die Abwrackprämie hat die Preisstrukturen im Markt nachhaltig geschädigt und Nachfrage vorgezogen", sagt Dudenhöffer. Derzeit liegt das Rabattniveau bei durchschnittlich 19 Prozent, doch die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass schon in nächster Zeit die Marke von 20 Prozent überschritten wird.
Die Zahl der Verkaufsförderungsaktionen sank im Februar zwar um 20 auf 248 Maßnahmen, vor allem weil Aktionen mit Niedrigrabatten zurückgefahren wurden. Doch die offenen Aktionen mit hohen Rabatten stiegen weiter an. Offene Aktionen sind alle direkt von den Autobauern offiziell bundesweit beworbenen Rabatte wie Sondermodelle, Sonderzinsen oder Eintauschprämien. Darin sind nicht die von den einzelnen Händlern dem Kunden zusätzlich eingeräumten Rabatte enthalten.
Laut Dudenhöffer heizen vor allem Importeure die Rabattschlacht an. Den höchsten Preisvorteil räumt der französische Autobauer Peugeot mit seinem Leasing-Angebot "Der Easy Drive Tarif" ein, der bei 40,7 Prozent liegt. Für den Fiat Panda gab es einen Nachlass von etwa 38 Prozent. Deutschlands Hersteller halten sich zurück. Der höchste Rabatt eines heimischen Herstellers kam von Ford mit 19,8 Prozent.
Deutlich angestiegen sind der Studie zufolge auch die taktischen Neuwagen-Zulassungen, die auf Händler oder Autobauer getätigt wurden. Diese Autos kommen nach kurzer Zeit als Kurz- oder Tageszulassungen und junge Dienstwagen mit hohen Preisabschlägen auf den Markt. Im Januar gab es mehr 52.000 taktische Zulassungen. Das entspricht laut CAR einem Anteil von 29 Prozent an den Gesamtzulassungen im vergangenen Monat. Im Dezember waren es noch 21 Prozent aller Zulassungen in Deutschland gewesen.
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
- Autobauer: BMW verkauft mehr Oberklasse-Fahrzeuge
- Neuzulassungen: Abwrackprämie beflügelt Autoabsatz in Europa
- Autohandel: Gebrauchtwagen werden knapper und teurer
- Exklusive Studie: Experten erwarten "grausames" Autojahr 2010
- Autokauf: Neuwagen werden 2010 um 3000 Euro teurer
- Rabatte: Das sind die preiswertesten Autos im Mai
-
20:49Festnahme: Toter in Friedrichshainer Bar: Verdächtiger gefass...
-
20:11Piraten-Chef: Wie der "Bundesbernd" Piraten-Amt und Job stemmt
-
19:17Karneval: Kreuzberger Käuze, Kinder und eine lange Karawane
- 1. Relegationsspiel Hertha BSC und der Abstieg ohne Gnade
- 2. Live-Ticker Hertha BSC will über Einspruch beraten
- 3. Relegationsspiel Hertha BSC gibt sich offenbar geschlagen
- 4. Formel 1 in Monaco Strafversetzung verdirbt Schumacher nicht die Laune
- 5. Stromerzeugung Solaranlagen liefern so viel Strom wie fast 20 Atommeiler














